Ausgabe 12/99

Inhaltsverzeichnis


HINTERGRUNDWISSEN



WINTER auch für’s Handy



ohne Titel

Auch in Bremen wird es diesen Winter bestimmt kalt werden. Und eben diese grimmige Kälte birgt auch Gefahren für Mobiltelefone. Darauf macht die Zeitschrift “Connect” aufmerksam.
Akku und Display reagieren überaus sensibel auf Temperaturen unter Null. Auf keinen Fall sollte das Gerät über Nacht im Freien bzw. im Auto liegen bleiben. Also ist der beste Aufbewahrungsort am Körper, etwa in der Jacken- oder Hosentasche. Schon an der Frostgrenze können die Flüssigkeitskristalle des Displays einfrieren. Die Leistungen des Akkus vermindern sich drastisch, ein Aufladen ist dann nach Angaben praktisch kaum noch möglich. Dies kann soweit führen, dass der Stromspeicher ersetzt werden muss.
Als absolute Schmerzgrenze für das mobile Telefon gilt eine Temperatur von zehn Grad minus. Geht das Thermometer weiter in den Keller, können sich Kontakte auf den Platinen lösen, was zwangsläufig zum Totalausfall des Mobiltelefons führt.
Ist das Gerät einmal für längere Zeit der Kälte ausgesetzt, sollte es zum Auftauen nicht in stark geheizte Räume mitgenommen werden. Denn nach diesem Temperatur-Schock würde sich im Inneren Kondenswasser bilden, das in die Elektronik tropft und diese beschädigt. Besser ist ein langsamer Temperaturanstieg über Stunden. (eb/ma)



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Microsoft erlitt Niederlage - Richter sieht Missbrauch der Marktmacht


In dem allseits bekannten Kartellverfahren hat das Unternehmen Microsoft vorerst eine Niederlage erlitten. Der zuständige Richter folgte in seinen Tatsachenfeststellungen den Vorwürfen der US-Regierung und mehrerer Bundesstaaten. Diese beschuldigen den weltgrößten Softwarehersteller, er habe seine Marktmacht missbraucht, Konkurrenten behindert und damit den Verbrauchern geschadet. Der Hauptvorwurf in dem Verfahren lautete, dass Microsoft mit der Koppelung des neuen Windows-Betriebssystem mit eingebautem Internet-(Explorer)-Zugang seine beherrschende Marktstellung beim Betriebssystem Windows für Personal Computer missbraucht hat, um Konkurrenten aus dem Internetgeschäft zu drängen. Laut Richter Thomas Penfield Jackson hat das Unternehmen sein Monopol bei Betriebssystemen für Personal Computer zur “räuberischen Taktiken” gegenüber Konkurrenten missbraucht und somit die Interessen der Verbraucher verletzt. Die Firma habe ihre Markt- und Kapitalmacht (Umsatz ca. 34 Mio. pro Tag) gegen konkurrierende Firmen eingesetzt, sobald diese gefährliche Produkte entwickeln wollten. Diese Aussagen sind zwar noch kein Urteil, lassen aber bereits eine Leitlinien für spätere Entscheidung erkennen. Die Parteien können nun dazu Stellung nehmen. Denkbar ist nach Aussagen auch ein Vergleich. Microsoft-Sprecher sollen bereits Interesse an einer solchen Beilegung des Verfahrens geäußert haben. Bill Gates selber widersprach den Äußerungen umgehend. Sein Unternehmen kämpfe fair, energisch und gesetzestreu um seinen Marktanteil. Microsoft habe in den vergangenen 25 Jahren einen großen Beitrag zum Fortschritt, zur Produktivität und zum Lebensstandard geleistet. Dies alles habe den Verbrauchern genutzt und nicht geschadet. Der Börsenmarkt reagierte sofort, der Kurs der Microsoft-Aktie fiel um zwei Dollar. (ots/ma)



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- - iMac nur von Apple - -



Der iMac wird nur von Apple hergestellt und vertrieben

Apple gab Mitte November be-kannt, daß der US Gerichtshof in San Jose eine einstweilige Verfügung gegen Future Power und Daewoo verhängt hat. Die Verfügung hindert die beiden Firmen an der Herstellung, dem Vertrieb und dem Verkauf der sogenannten “E-Power Personal Computer”. Diese PCs kopieren das Design des mehrfach ausgezeichneten Computers von Apple, dem iMac.
Die Verfügung wird aufgrund des Antrags von Apple vom 25. Oktober 1999 ausgesprochen. Apple hat bereits im August dieses Jahres ähnliche Klagen gegen die Firmen eMachines und K.K. Sotec in Japan eingereicht. Am 20. September verhängte der Gerichtshof von Tokio eine einstweilige Verfügung gegen K.K. Sotec, die die Herstellung und den Vertrieb des “eOne Computer” untersagt. Also, alles was wie iMac aussieht, ist auch iMac. (ots/hi)



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Neues Ausbildungsangebot "Bildungsinitiative Networking"


Die Vernetzung von Konzernen und mittelständischen Unternehmen erfährt derzeit einen großen Boom. Die Netzwerke aufzubauen, zu warten, zu managen erfordert Fachwissen. In Deutschland können bereits heute bis zu 100.000 Stellen im Bereich Networking nicht besetzt werden, so Peter Lewi Geschäftsführer der Cisco Systems GmbH. Bis zum Jahr 2002 werden angeblich hier 190.000 Netzwerkspezialisten fehlen. Der Bedarf an Personal, das Netzwerke entwickeln, aufbauen und verwalten kann, wird um 34 % steigen. Das Hessische Kultusministerium und die Firma Cisco Systems starten eine Bildungsinitiative zur kurzfristigen Realisierung und nachhaltigen Wirkung eines Ausbildungsangebotes “Technische/r Netzwerk-Assistent/in TNA/CCNA”.
Bereits mit dem neuen Schuljahr besteht an zehn hessischen Modellschulen erstmals die Möglichkeit, diese Ausbildung zu absolvieren. Je nach Schultyp erfolgt eine ein- oder zweijährige Ausbildungszeit. An dem Programm sind allgemeinbildende Schulen, Fachschulen, Fachoberschulen und das Hessenkolleg beteiligt.
Die Ausbildung
Inzwischen wurden bereits zwanzig Lehrkräfte der Modellschulen an der FH Dieburg zum TNA/CCNA-Trainer (Technischer Netzwerk-Assistent / Cisco Certified Networking Associate) geschult. Daher konnte die Ausbildung in den Schulen mit dem Schuljahr 1999/2000 schon beginnen. Die Schülerinnen und Schüler werden in multimedialen computerbasierten Trainingslektionen ausgebildet. Regelmäßige Überprüfungen der Lernfortschritte und Praxisübungen gehören ebenfalls zum Unterricht.
Weitere Informationen hierzu sind unter www.bildungsinitiative-networking.de zu finden. (eb/ma)



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Oh, Tannebaum



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Auf den Wunschzetteln für den Weihnachtsmann stehen in den letzten Jahren immer öfter Softwaretitel. Die eine oder andere Schattengestalt erhofft sich durch Produktion von Raubkopien ein dickes Stück vom Lebkuchen abzubekommen. Bei wem auf besagtem Zettel in diesem Jahr z.B. ein Office-Paket, der Encarta Weltatlas oder ein Flugsimulator der Firma Microsoft steht, der läuft derzeit Gefahr, eine Raubkopie geschenkt zu bekommen, oder selbst eine solche zu erwerben. So meldete es z.B. die Software-Piraterie Microsoft GmbH, denn besagte Produkte haben bei Fälschern Hochkonjunktur.
Doch wer ein solches Produkt in seinem Besitz hat, hat keinen Anspruch auf Support und setzt seinen Computer eventuell einer Verseuchung durch Viren aus. Also gilt, Vorsicht walten zu lassen, ist das Paket bereits geöffnet, gibt es einen braunen anstatt eines bunten Umkartons oder gibt es das ganze sogar weit unter gängigem Handelspreis. Beim Kauf via Internet gilt Vorsicht bei Adressen, die schon am nächsten Tag nicht mehr anwählbar sind oder bei fester Adresse auch dann, wenn hier der Preis ebenfalls erheblich nach unter differiert.
Vielfach ist es jedoch möglich auch als nicht so finanzkräftiger Schüler oder Student z.B. nach Vorlage gültiger Nachweise Originalsoftware auch günstiger von den Firmen zu beziehen. Und wer nach Herunterbrennen der Kerzen am Baum aber dann doch unterm Kronleuchter eine böse Überraschung erlebt, der sollte sich umgehend an die Rechtsabteilungen der entsprechenden Firmen wenden. (eb/em)



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DVD-Kopierschutz geknackt




Jon Johansen aus Norwegen hat den Sicherheitscode für DVD geknackt

Die “Superhacker” kommen nicht immer aus den USA oder Deutschland. Jetzt hat ein 15-jähriger Schüler aus Norwegen mal eben den Sicherheitscode für Spielfilme im bisher als fälschungssicher geltenden DVD-Format entschlüsselt. Der Osloer Zeitung “Aftenposten” sagte der Gymnasiast Jon Johansen: “Ich hab wirklich nicht geglaubt, dass jemand in meinem Alter einfach den Kopierschutz bei DVD-Filmen außer Kraft setzen kann. Das zeigt doch, wie schlecht er sein muss.”
Johansen arbeitete zusammen mit zwei nichtnorwegischen “Kollegen” in der Hacker-Gruppe “MoRE”, die das Programm zur DVD- Entschlüsselung frei zugänglich im Internet verfügbar machten. Damit soll es möglich sein, jeden beliebigen DVD-Film auf eine geeignete CD zu kopieren.
Die Filmindustrie hatte dem Vertrieb von Spielfilmen im digitalen DVD-Format nur zugestimmt, weil ihr von den Betreibern ein sicherer Schutz vor Raubkopien zugesagt worden war. Das Format erlaubt neben einer hohen Bildqualität zahlreiche Zusatzleistungen wie mehrere Sprachen oder das Einblenden von Interviews mit den Schauspielern. DVD-Filme können nur auf speziellen Geräten abgespielt werden.
Als entscheidend für den Hacker-Erfolg wurde im Internet-Dienst “Wired News” angegeben, dass der Code auf einem von Johansen untersuchten DVD-Abspielgerät entgegen den Vorschriften nicht verschlüsselt war. Ein Vertreter der Filmgesellschaft Columbia Tristar meinte in “Aftenposten”: “Wir werden auch diese Form von Raubkopien juristisch verfolgen.” Er bezog sich dabei auf die Kopierer, nicht aber auf die Hacker, deren Entschlüsselung des DVD- Schutzcodes in Norwegen nicht als illegal gilt. (ots/hi)



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Chatten bis zum Umfallen


Seit einiger Zeit gibt es eine neue Weltmeisterin im Dauerchatten. Die 32-jährige Susanne Clark, Bankkauffrau, chattete während der IFA 61 Stunden und 50 Minuten nonstop. Als Siegprämie erhielt sie einen nagelneuen Apple i-Mac. Die beiden Konkurrenten, die fast bis zuletzt mit im Rennen waren, sind Stefan Höfter und Frank Pallas. Letzterer brach auf eigenen Wunsch den Rekordversuch nach 53 Stunden ab. Herzlichen Glückwunsch! Pfahlsitzen oder Dauerchatten - oder: was tut man nicht alles für eine nette Prämie? (eb/em)



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Heiße Ware gut gelüftet


Eine Überraschung erlebten die Zollbeamten der Mobilen Kontroll-Gruppe aus Bad Reichenhall, Bayern, vor einiger Zeit, als sie beim Grenzübergang Schwarzbach auf der Autobahn Salzburg-München einen Reisebus kontrollierten: Neben 10.000 Zigaretten, die in der Treppe des Fahrzeuges versteckt waren, entdeckten die Zöllner ca. 1.000 CD-ROMs mit der OEM-Version Microsoft Windows NT 4.0 Server. Die Produkte - in einfache Plastiktüten gesteckt und in Pappschachteln verpackt - waren unter anderem in der Lüftungsanlage und der Deckenverkleidung des Busses zu finden.
Der 45-jährige Fahrer und Besitzer des Reisebusses sowie sein 41-jähriger Cousin gaben in ihren Vernehmungen an, daß sie glaubten, aus Bosnien kommende Musik-CDs nach Deutschland zu schmuggeln. Bei näherer Untersuchung der CD-ROMs stellte sich jedoch heraus, daß diese mit dem Aufdruck “Windows NT 4.0” versehen waren. Weitere Nachforschungen ergaben, daß es sich nicht um den ersten illegalen Transport der beiden Cousins handelte.
Da es sich bei den Produkten um unlizensierte Kopien eines Programmes handelt, welches hauptsächlich in Unternehmen eingesetzt wird, gehen die ermittelnden Behörden davon aus, daß der Abnehmerkreis der CDs im gewerblichen Bereich zu finden ist. Die bisherige Beweislage deutet darauf hin, daß die illegale Software zum Abverkauf nach Nordrhein-Westfalen geliefertwerden sollte. Die Verdächtigen sind derzeit in Untersuchungshaft. Sie werden sich wegen Steuerhinterziehung und Verstoßes gegen das Markengesetz verantworten müssen. Die Microsoft Corporation erstattet Strafanzeige wegen des entstandenen Schadens gegen die beiden Männer.
Die OEM (Original Equipment Manufacturer)-Version Windows NT 4.0 Server darf laut Lizenzbestimmungen nur mit einem neuen Server vertrieben werden. Die sichergestellten Software sollte nicht nur unabhängig von einem Hardwareprodukt vertrieben werden, sondern war darüber hinaus nur notdürftig in Plastik und braunen Karton verpackt. Der Siebdruck auf den CDs selbst war von auffällig schlechter Qualität.
Unternehmen, die Windows NT 4.0 Server in der OEM-Version erwerben möchten, sollten Angebote auf folgende Merkmale überprüfen:
• Ist das Echtheitszertifikat (Certificate of Authenticity, COA) vorhanden und unbeschädigt?
• Sind die Farben auf dem Produkt klar und kräftig?
• Sind die Konturen des Siebdrucks auf der CD klar abgegrenzt?
• Ist die CD-ROM in ein Jewel-Case verpackt?
• Wurden Handbuch und Endbenutzerlizensvertrag (EULA) beim Kauf mit ausgehändigt?
Wenn ein Kunde eine oder mehrere dieser Fragen mit ”nein” beantworten muss, liegt der Verdacht nahe, dass es sich um ein illegales Produkt handelt. Anwender können sich in diesem Fall direkt an die Microsoft Rechtsabteilung wenden. Telefon 089/3176-0 oder per Fax 089/3176-1010. Eine Kontaktaufnahme ist ebenso möglich unter piracy@microsoft.com. (eb/em)



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Verführung mittelalterlich



ohne Titel

Liebe geht durch den Magen. Das besagt schon ein altes Sprichwort, und gerade beim Kochen kann man bei der Auswahl der Gewürze die Liebeslust beflügeln. So sollen z.B. Senf und Anis die Manneskraft stärken und Zimt und Muskatnuß aphrodisierend wirken. Im Cora Verlag sind drei Historical-Romanreihen erschienen, in denen immer wieder von den Autorinnen Wert auf zeitgenössische Details wie z.B. die kulinarischen Gewohnheiten der einzelnen Epochengelegt wurde. Das kam nach Angaben bei den Lesern so gut an, daß sich die Anfragen nach historischen Rezepten häuften.
Nun gibt es daher herzhafte historische Gerichte wie z.B. mittelalterliche Fleischpastete “Wohlschmeckende Fleischpastete nach Art des Burgkoches” auch im Internet. Unter www.cora.de findet man u.a. “Lady Eleanors gar wohl mundenden Herbstschmaus”. Und wer Appetit bekommen hat und sich gleich an einem ganzen historischen Menü - zusammengestellt vom Chefkoch der Ehrenburg/Mosel - versuchen möchte, der kann dies kostenlos beim Cora Verlag in Hamburg unter dem Stichwort “Historical Menü” anfordern.
Wir wünschen guten Appetit - und behalten Sie das Gewürzregal und Koch/Köchin im Auge, denn - Liebe geht durch den Magen. (eb/em)