Ausgabe 10/99

Inhaltsverzeichnis


Speakers Corner


Wer, wie, was... wieso, weshalb, warum - wer nicht fragt, bleibt dumm...



Eine Festplatte besteht nicht nur aus einer drehbaren Scheibe, es sind meist mehrere Platten, die extrem genau als Stapel gefertigt werden.


Ein CD-ROM-Laufwerk für den Einbau in ein Computergehäuse. Es gibt auch externe (mobile) CD-ROM-Laufwerke.


Ein SCSI-II-Controller für den PCI-Slot


...übrigens ein (interner) Streamer (Bandlaufwerk) mit Speichermedium sieht so aus. es gibt auch externe Streamer.


Oben: ein veraltetes 5¼ Zoll Diskettenlaufwerk mit 1,2 MB Speicherkapazität. Unten ein “normales/gängiges” 3½ Zoll FDD mit 1,44 MB Speicherkapazität.


Zu den Ein-/Ausgabegeräten gehören z.B. auch der Joystik (links) und der Scanner (unten).


ohne Titel


Die ganz normale PC-Tastatur


Der Nummernblock rechts und die Cursortasten (mit den Pfeilen)


Im Privatbereich - Text und Grafik - bestens geeignet, der Tintenstrahldrucker.


Von vielen Menschen totgeglaubt, dabei ist er der Einzige, der Durchschläge produziert.


Der Laserdrucker ist für den gehobenen Bereich empfehlenswert - kostet aber auch dementsprechend viel.


In der heutigen Zeit sollten Anwender sich mindestens (!) einen 15 Zoll oder besser einen 17 Zoll Monitor kaufen. Die Zeiten von 14 Zoll Monitore gehören der Vergangenheit an.

In der letzten Ausgabe haben wir Ihnen Basiswissen über Gehäuse, Motherboard, Bussystem, CPU, Arbeitsspeicher und Grafikkarten angeboten. Wie gesagt: “Basiswissen”.
Die Resonanz war toll! Unsere Leserschaft hat sich in 2 Parteien dazu geäussert:
Einige unserer “Fortgeschrittenen” Leserinnen und Leser haben uns, per Telefon und eMail, auf die eine oder andere vermeintliche “Unzulänglichkeit” im Text hingewiesen. Dafür an dieser Stelle vielen Dank. Natürlich ist es interessant, dass z.B. EISA ( Extended Industry Standard Architecture) und VLB ( Vesa Local Bus) in manchen Systemen noch eine sehr große Rolle spielen. Dass die Prozessoren von AMD meist die Bezeichnung 3D haben, der K6 und K7 schon “veraltet” sind; die neueste AMD-Generation heißt Athlon. Die Übersetzung von RISC anscheinend wohl nicht = Reduced Instruction Set Computer sondern Reduced Instruction Sure Code heißen soll. Dass es noch andere Motherboard-Hersteller als die von uns genannten gibt. Und es gibt natürlich auch Grafikkarten für den VesaLocalBus... etc. etc. Alle diese Sachen stimmen (und noch einige mehr)!
Die anderen Leserinnen und Leser haben sich sehr gefreut, dass die “Blackbox” Computer mal geöffnet wurde, dass das scheinbar mystische Wirrwarr, das in einem Rechner steckt, zerlegt und mit einfachen Worten erklärt wurde. Dass zum Beispiel der “Arbeits-Speicher” nichts mit Heu und Bauernhof zu tun hat... usw. Ein besonders engagierter Leser und teilweise auch freier Mitarbeiter, somit vielen unserer Leserinnen und Lesern bekannt - Joachim König, sendete uns mailwendend einen Leserbrief zu, den Sie nach der Fortsetzung dieses Berichtes lesen können.
Sei es drum, wir haben uns auf alle Fälle über das große Feedback gefreut! Also starten wir nun den zweiten Teil unseres Grundlagenkurses und hoffen auf eine ähnliche Resonanz.

Die Festplatte
Die Festplatte (auch Harddisk - HDD - genannt) hat in diesem Falle nichts mit einer Fest-Speiseplatte zu tun. Hierbei handelt es ist um ein etwa handflächengroßes Gerät, das zur Datenspeicherung genutzt wird. Die Daten werden auf magnetische Weise gespeichert. Im Vergleich zur Diskette hat die Festplatte den Vorteil, dass sie bedeutend mehr Daten fassen kann und die Daten auch bedeutend schneller speichern oder lesen kann. Die Kapazität der Festplatte wird in Gigabyte angegeben (früher Megabyte).
Während Computer vor 10 Jahren noch über Festplatten mit einer Speicherkapazität von etwa 20 MB verfügten, sind heutzutage Festplatten mit einer Kapazität von mehreren Gigabyte (1 Gigabyte = 1.000 MB) schon weit verbreitet. Dies mag nach sehr viel Speicherplatz klingen - was auch stimmt -, doch die meisten Betriebssysteme und Multimedia-Anwendungen, Spiele und Programme sind mittlerweile echte “Speicherfresser” geworden.
Es ist heutzutage also kein großes Problem mehr, eine Festplatte mit einigen Gigabyte Speicherkapazität zu füllen - leider. Ungeachtet dessen ist nicht nur die Speicherkapazität einer Festplatte wichtig, sondern auch die Geschwindigkeit.
Für die Geschwindigkeit gibt es mehrere Größen. Zum einen wäre da die Datentransferrate, die aussagt, wieviel Daten pro Zeiteinheit übertragen werden (reale Werte sind 3-10 Megabyte pro Sekunde = 3-10 MB/s). Hier kann meistens nur ein gemittelter Wert angegeben werden, da die Daten auf einer runden Scheibe (ähnlich Plattenspieler) gespeichert sind. Da die Scheibe mit einer konstanten Geschwindigkeit (reale Werte sind: 4.500rpm, 5400rpm und 7.200rpm) dreht, werden die Daten am äußeren Rand schneller gelesen als innen.
Eine andere Größe für die Geschwindigkeit ist die Zugriffszeit. Wenn man beim Plattenspieler ein bestimmtes Lied hören will, muß der Arm an die entsprechende Stelle gelegt werden. Bei der Festplatte ist das ähnlich. Die Daten werden mit winzigen Ärmchen, an deren Ende ein Magnetkopf sitzt, gelesen und geschrieben. Um an bestimmte Daten zu kommen, muß dieser Arm (in Wirklichkeit sind es meist mehrere Arme und auch mehrere Scheiben) natürlich genau plaziert werden. Dieses Plazieren benötigt Zeit - wenn auch nur sehr wenig. Die Zugriffszeit wird in Millisekunden (ms) angegeben. Ein realer Wert liegt heute zwischen 3 und 12ms. Bei Festplatten gibt es zwei geläufige “Arten”. Diese sind IDE und SCSI.

IDE
Die geläufigste Schnittstelle im Heimbereich ist IDE ( Integrated Drive Elecronics) bzw. heute E-IDE (Enhanced IDE). Auf fast jedem Pentiumboard (oder neuer) findet man IDE-Schnittstellen.
Es ist ein Verfahren zur Datenübertragung, das ursprünglich für Festplatten konzipiert wurde, heute allerdings auch für CD-ROM-Laufwerke und andere Datenspeichergeräte (wie z.B. das ZIP-Laufwerk) verwendet wird.
IDE hat den Nachteil, daß bei der Datenübertragung der Prozessor belastet wird und daher die Systemleistung verringert. Bei kleinem Datenaufkommen (wie im Heimbereich) ist das allerdings kaum spürbar. Es gibt verschiedene Geschwindigkeitsmodi, die von der Festplatte und dem Controller unterstützt werden müssen. Einer der schnellsten ist der Ultra DMA-Mode, mit dem Datentransferraten zwischen Festplatte und Motherboard im zweistelligen Megabytebereich pro Sekunde möglich sind. Die Betonung liegt hier auf “möglich”, denn es gibt derzeit kaum IDE-Platten, die mehr als 10 MB/s liefern können. Gebräuchliche Modi sind die PIO-Modes 1-4, wobei der PIO-Mode 4 in der Lage ist, 16,6 MB/s zu liefern - auch hier nur: theoretisch! Gängige Kapazitäten sind 5-15 GB.

SCSI
SCSI (gesprochen: SKASI) ist ein High-End System, das in der Leistung nur von sogenannten RAID-Systemen (die aber auch auf SCSI-Basis beruhen) übertroffen wird. Immer häufiger findet man SCSI-Anschlüsse auf Motherboards (die aber deutlich teurer als “IDE-Motherboards” sind). Dennoch ist es immer noch die Regel, daß man für SCSI ( Smal Computer Systems Interface) einen selbständigen Controller benötigt. Dieser Controller besitzt einen eigenen Prozessor (auch bei der “onboard”-Variante, wo der Prozessor mit auf dem Motherboard sitzt). Daher wird die Systemleistung beim Transfer nicht oder nur geringfügig herabgesetzt.
Auch bei SCSI gibt es verschiedene Modi. Der verbreitetste ist SCSI-II (auch Narrow-SCSI genannt). SCSI-II ist in der Lage, 10 MB/s zu liefern. Da normalerweise mehrere Geräte an einem “SCSI-Bus” hängen, ist diese Leistung schnell ausgeschöpft. Der SCSI-Standard erlaubt nicht nur den Anschluß von Festplatten, sondern auch von CD-ROM-Laufwerken, Scannern, Streamern und anderen Geräten. Wenn hier mit mehreren Geräten gleichzeitig gearbeitet wird - was durchaus möglich ist - werden die 10 MB/s schnell zum Engpaß. Aus diesem Grund hat man SCSI weiterentwickelt. Man hat den Bus (8Bit bei SCSI-II) auf 16Bit erweitert und das ganze Wide-SCSI genannt. Damit war eine Transferleistung von 20 MB/s möglich. Ein anderes Verfahren war, den Takt (Geschwindigkeit der Datenübertragung) auf das Doppelte zu erhöhen. Auch so bekam man die 20 MB/s. Dieses Verfahren hat man Ultra-SCSI genannt. Die nächste Erweiterung war die Kombination der beiden: 16Bit bei doppeltem Takt - ergibt 40 MB/s und nennt man Ultra-Wide-SCSI, die letzte Entwicklung Ultra2 für 16 Bit-Geräte und einem Datentransfer von 80 MB/s.
Während Ultra-SCSI die gewohnten Anschlüssen benutzt, wurde bei Wide- und Ultra-Wide-SCSI bedingt durch den breiteren Bus ein neuer 16Bit breiter Anschluß notwendig. Durch den höheren Takt wurde natürlich die Störanfälligkeit des Systems größer, daher mußte auch die maximal zulässige Kabellänge verringert werden und externe Kabel müssen besser abgeschirmt werden. Heutige SCSI-Platten sind in der Lage, Datentransferraten von weit mehr als 10 MB/s zu erreichen. Das ist aber nicht der einzige Vorteil. Die Zugriffszeit sowie die tatsächliche Datentransferrate bei SCSI-Festplatten ist in der Regel besser als bei IDE oder E-IDE.
Wie bereits in vorherigen Zeilen erwähnt ist auch die Flexibilität des SCSI-Systems ein Vorteil. Man hat nur noch einen “Controller” für viele Geräte. Bei IDE können maximal 4 Geräte angeschlossen werden. Bei SCSI in der einfachsten Form sind es 8 (wobei der Controller als 1 Gerät zählt). An neuere Controller lassen sich gar bis zu 32 Geräte anschließen.
Ein Nachteil beim SCSI-System: Bei der Einstellung muß man einige Besonderheiten beachten. Wenn man sich daran hält, ist es allerdings fast noch einfacher zu konfigurieren als ein IDE-System. Gängige Kapazitäten für SCSI-Festplatten sind 4-9 GB. (Bei RAID-Systemen sind weit höhere Kapazitäten und Transferleistungen möglich. Hier werden mehrere Platten zu einem System zusammengefaßt und die Daten auf die verschiedenen Platten verteilt. Daher liest/schreibt nicht nur eine Platte, sondern mehrere gleichzeitig, was einen bedeutend höheren Datenstrom zur Folge hat).

Das CD-ROM-Laufwerk
Auch CD-ROM-Laufwerke ( Compact Disc-Read only Memory) gibt es in der IDE- oder SCSI-Variante, wobei der Unterschied hier durch die niedrigere Geschwindigkeit des Laufwerks nicht so relevant ist. Man sollte jedoch möglichst bei einem System bleiben . Hat der Rechner nur IDE-Komponenten, sollte man ein IDE-CD-ROM-Laufwerk einbauen, hat der Rechner nur SCSI-Komponenten, sollte hier auch ein SCSI-CD-ROM Laufwerk installiert werden, wobei das Mischen von IDE und SCSI durchaus möglich ist.
CD-ROM-Laufwerke sind heute aus einem PC gar nicht mehr wegzudenken. Bedingt durch den Multimedia-Boom (und die Unsitte, möglichst viel Video und Musik in ein Programm zu bringen) und die immer größer werdenden Programmpakete, sind CD-ROM-Laufwerke unentbehrlich geworden.
Die Geschwindigkeit eines CD-ROM-Laufwerks wird wie bei der Festplatte durch die Zugriffszeit und die Datentransferrate (abhängig von der Umdrehungsgeschwindigkeit der CD) angegeben. Viele Leute machen den Fehler und achten zunehmend auf die Datentransferrate bzw. Drehzahl der CD und vernachlässigen die Zugriffszeit, die meines Erachtens bei CD-ROM-Laufwerken viel wichtiger ist. Realistische Werte für die Zugriffsgeschwindigkeit sind 80-140 ms. Die Datentransferrate ist direkt abhängig von der Drehzahl des CD-ROM-Laufwerkes.
Die Drehzahl wird in Vielfachen von der Drehzahl eines gewöhnlichen CD-Spielers angegeben, der die Daten mit 150 KB/s liest. Ein 1fach-Laufwerk hätte demnach eine Transferrate von 150 KB/s, ein CD-ROM-Laufwerk, das die Bezeichnung “12-fach” trägt, kann Daten bis zu einer Datentransferrate von 1.800 KB/s (= 12 x 150 KB/s) übertragen. Durch die erhöhte Drehzahl werden die Laufwerke natürlich lauter. Wenn eine CD nicht perfekt rund ist, kommt es zu Unwuchten, die den gesamten PC erschüttern und ein unangenehmes Brummen hervorrufen können. Ein weiteres Problem der hohen Drehzahl ist die Zeitdauer, bis die CD ihre volle Geschwindigkeit erreicht hat (es klingt fast wie eine Mini-Turbine, die hochgefahren wir). Manche Hersteller setzen hier spezielle Verfahren ein, so daß bereits bei niedriger Drehzahl mit dem Lesen begonnen wird (CLV/CAV).
Tritt ein Lesefehler auf, wird die Geschwindigkeit verlangsamt, um die betroffene Stelle erneut zu lesen. Hier muß aber auch der Laserstrahl (damit wird gelesen) neu positioniert werden. Wenn auf unterschiedliche Daten zugegriffen wird, muß jedesmal der Laser neu positioniert werden. Hier macht sich eine schnelle Zugriffszeit besonders bezahlt.
In der Realität ist es letztendlich so, daß ein langsameres Laufwerk mit einer besseren Zugriffszeit leicht einem schnelleren Laufwerk mit schlechterer Zugriffszeit ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen ist. Bei dem täglichen Gebrauch eines CD-ROMs kommt es selten vor, daß soviel Datenmengen hintereinander gelesen werden, daß das schnelle Laufwerk auf seine volle Geschwindigkeit kommt.

Der Controller
Ein Controller kontrolliert den aufkommenden Datenstrom. Er ist der Vermittler zwischen dem Gerät, das Daten anfordert und dem Gerät, das Daten liefert.
Es gibt verschiedene Arten von Controllern. In erster Linie denkt man jedoch an einen Festplattencontroller. Während hier die IDE-Controller-Karten, bedingt durch die “onboard-IDE-Controller” (welche ja eigentlich auch Controller sind, die eben bereits fest auf dem Motherboard verlötet sind) zunehmend vom Markt verschwinden, gibt es unzählige SCSI-Controller. Der Trend geht hier eindeutig zum Ultra-Wide-Controller (UW-SCSI). Normalerweise hat ein SCSI-Controller einen eigenen Prozessor, der den Hauptprozessor (z.B. Pentium) entlastet. Es gibt auch SCSI-Controllerkarten ohne Prozessor. Solche findet man meist als Beilage bei irgendwelchen SCSI-Geräten (z.B. Scanner oder Streamer). Sie lassen auch meist nur den Anschluß eines externen Gerätes zu. Andere Controllertypen sind der Floppycontroller, der heute auch fest auf dem Motherboard sitzt, Controller für Streamer (Bandsicherungsgeräte) oder auch Controller für Nicht-SCSI-Scanner.

Das Diskettenlaufwerk
Das Diskettenlaufwerk ( Floppy-Disk-Drive = FDD, kurz Floppy genannt) ist wohl das älteste Laufwerk für den Computer. Andere Speichersysteme davor waren z.B. der Lochkartenlocher. Dennoch kommt ein PC kaum ohne Diskettenlaufwerk aus. Obwohl die heutigen gängigen Disketten mit 3½ Zoll Größe “nur” 1.44 MB speichern können, gehört noch in jeden PC ein Diskettenlaufwerk. Der Grund dafür ist einfach. Die einzige (einfache) Möglichkeit, bei einem Systemabsturz auf den PC zugreifen zu können, besteht darin, das System von einer Diskette zu starten (nennt man auch “booten”).
Mittlerweile gibt es auch die Möglichkeit, das System von einer CD zu starten, jedoch sind längst nicht alle PCs dazu in der Lage. Auf einer Diskette kann man “schnell” und einfach kleinere Datenmengen sichern. Wenn man keinen CD-Schreiber (CR-W - CD-Wirter), keine Wechselfestplatte oder keinen Streamer besitzt, ist das Diskettenlaufwerk die einzige Möglichkeit, Daten so zu sichern, daß Sie transportiert werden können und somit evtl. an einen sicheren Ort gebracht werden können.
Natürlich gibt es Alternativen zum Diskettenlaufwerk, die sich allerdings wegen ihrer recht hohen Preise noch nicht als “Standard” durchgesetzt haben. Da wäre z.B. das ZIP-Drive (speichert 100 MB und ist bedeutend schneller als ein FDD) oder das LS-120, das 120 MB speichern kann und etwas schneller als ein FDD ist. Im Gegensatz zum ZIP-Drive ist es kompatibel, d.h. es können auch “normale” 3½ Zoll Disketten mit 1,44 MB gelesen werden.

Ein- und Ausgabegeräte
Die Ein- und Ausgabegeräte sind die eigentliche Kommunikationsschnittstelle zum/vom Benutzer. Hierzu zählen z.B. als Eingabegeräte die Maus, die Tastatur, der Scanner und der Joystik . Im Rahmen dieses Artikels möchte ich jedoch nur auf die Maus und die Tastatur eingehen. Zu den Ausgabegeräten zählen z.B. der Monitor und der Drucker.
Die Maus gibt es im PC-Bereich -normalerweise - entweder mit 2 Tasten oder mit 3 Tasten.
Angeschlossen wird die Maus entweder an einer seriellen Schnittstelle (dem COM-Port), oder an der PS/2-Schnittstelle (es gibt auch Mäuse, die über Infrarot oder Funk betrieben werden können). Die Maus dient dazu, den “Mauspfeil” auf dem Bildschirm zu bewegen, und durch Drücken der Tasten bestimmte Kommandos zu geben.
Die wichtigste Schnittstelle ist mit Sicherheit (zumindest in unserem Zeitalter) die Tastatur. Ähnlich einer Schreibmaschine lassen sich mit der Tastatur Zeichen an den Computer übermitteln, die ihm sagen, was er zu tun hat. Allerdings hat die Tastatur einige Tasten zusätzlich. So z.B. der Nummernblock rechts. Über ihn kann man bequem Zahlenkolonnen eingeben. Die Cursortasten (gesprochen: Körsertasten) bewegen den Cursor auf dem Bildschirm. Das ist der kleine Strich, der entweder waagrecht oder horizontal blinkt. Dann gibt es noch die Funktionstasten, die in einer Reihe über den “normalen Tasten” angeordnet sind. (Für Anwenderinnen und Anwender von Microsoft Windows gibt es auch Tastaturen, die spezielle “Windows-Tasten” haben.) Auch bei der Tastatur gibt es verschiedene Anschlußmöglichkeiten, die jedoch von dem Anschluß am Motherboard abhängig sind. Es gibt hier den Standard DIN-Anschluß und den ebenfalls PS/2 genannten Anschluß. (Tastaturen können auch, wie die Mäuse, über Infrarot/Funk betrieben werden). Tastaturen gibt es in verschiedenen Variationen. Es gibt ergonomisch geformte Tastaturen, bei denen die Tasten für die linke und rechte Hand jeweils der Handlage entsprechend abgewinkelt sind. Es gibt Tastaturen mit programmierbaren Tasten, mit eingebauter Chip-Kartenlesevorrichtung und noch einige mehr.
Der Drucker macht letztendlich den Computer erst als Ersatz für die Schreibmaschine interessant. Denn es macht keinen Sinn, den schönsten Brief auf dem Bildschirm geschrieben zu haben, wenn man ihn dann nicht versenden kann (auf Modems und Datenkommunikation möchte ich in diesem Rahmen nicht eingehen). Bevor man sich einen Drucker zulegt, sollte man sich vorher darüber Gedanken machen, für welchen Zweck man den Drucker haben möchte und genauso wichtig, wie hoch das Druckaufkommen sein wird.
Für farbige Ausdrucke kommen Thermotransfer-, Tintenstrahl- und Laserdrucker in Frage. Letztere sind allerdings kaum unter einem Preis von 4.000,-DM zu haben.
Thermotransferdrucker liefern sehr gute (aber teure) Grafikausdrucke, sind jedoch für Text nicht zu empfehlen. Tintenstrahldrucker sind sowohl für Text als auch für Grafikausdrucke (Homebereich) gut geeignet und sie sind günstig und auch am verbreitetsten.
Für Schwarzweis-Drucker sind am besten Nadeldrucker (sofern Durchschläge benötigt werden) oder Laserdrucker zu empfehlen.
Der große Unterschied zwischen Laserdruckern und den übrigen ist der, daß bei Laserdruckern die Seite vor dem Druck komplett im Speicher des Druckers liegen muß. Bei aufwendigen Ausdrucken mit viel Grafik ist deshalb je nach Auflösung viel Druckspeicher notwendig.
Der Monitor ist beim PC etwa das, was bei einer Stereoanlage die Boxen sind. Hier sollte man am wenigsten sparen. Wenn man einen schlechten Monitor hat, macht das Arbeiten am PC keinen Spaß und kann sogar gesundheitliche Probleme nach sich ziehen. Das Bild sollte flimmerfrei aufgebaut werden können. Das heißt: das Bild sollte mit einer Bildwiederholfrequenz von mind. 75 Hz aufgebaut werden - besser ist allerdings mehr. Um diese Frequenz aufbauen zu können, muß sowohl der Monitor als auch die Grafikkarte dafür ausgelegt sein.
Ein Leistungsmerkmal für einen Monitor ist die maximale horizontale Bildfrequenz (angegeben in kHz). Abhängig von der gewünschten Auflösung ergibt sich daraus die maximale Bildwiederholfrequenz nach folgender Formel: Die max. Bildwiederholfrequenz = max. horizontale Bildfrequenz geteilt durch die Anzahl Bildzeilen, minus 10%. Beispiel: Der Monitor hat eine max. hor. Bildfrequenz (auch Zeilenfrequenz genannt) von 86 kHz (das entspricht 86.000 Hz). Die gewünschte Auflösung beträgt 1024 x 768 (letzteres - 768 - gibt die Anzahl der Zeilen an). Dann kann der Monitor diese Auflösung mit folgender Bildwiederholfrequenz darstellen: max. Bildwiederholfrequenz = (86.000 Hz / 768) - 10% = 100,78 Hz
Die 10% sind nur ein grober Wert für die Synchronisation, das Zurücklaufen des Elektronenstrahls von unten rechts nach oben links und Steuersignale, die mit übertragen werden müssen. Weiterhin sollte ein Monitor eine gute Bildschärfe, einen guten Kontrast eine gute Geometrie besitzen und zumindest nach MPR-II strahlungsarm sein. Eine neuere und “schärfere” Strahlungsnorm ist TCO’95.
Jetzt sind wir - was wir eigentlich vermeiden wollten - zum Schluß doch noch etwas technisch geworden. Aber ein “bißchen” Technik gehört schließlich auch zum Computern dazu :-) In diesem Sinne... Ihr Jumper



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Kritischer Kommentar zu “Wer nicht fragt bleibt dumm...”


Konnte sich vor 15 Jahren nur einen PC leisten, wer entsprechend betucht war - ein AT mit sagenhaften 12 bis 16 MHz, 640 Kilobyte RAM, zwei Floppy-Laufwerken à 360 K etc. pp. - so ist der Personalcomputer mittlerweile zur Massenware geworden. Umgekehrt zu dieser Entwicklung sind Hard- und Software nun so komplex und undurchschaubar (keineswegs schneller oder sicherer) geworden - wozu Microsoft wohl den Hauptanteil beigetragen hat, so sehen sich viele Anwender in der Situation, ein Gerät zu bedienen, ohne dass sie wissen, was da vor sich geht. War es bislang der allseits bekannte “Dr. Nippel”, der sich auf diesem Gebiet verdient gemacht hat, so hat unser “Jumper” dessen würdige Nachfolge angetreten.
Selbst gelernter Pädagoge und früherer Techniker meine ich, den didaktischen Nutzen dieser Darstellungen beurteilen zu können. “Wer nicht fragt bleibt dumm...” zeichnet sich durch die gewohnte Systematik dieser Kolumne aus. Der sparsame Umgang mit Begriffen aus dem Fachchinesisch, die anschauliche und bebilderte Darstellung dürfte helfen, ein tieferes Verständnis für die Materie zu entwickeln.
Wer ein Fachgeschäft betritt, um einen PC oder Zubehör zu erwerben, sieht sich nicht selten einer misslichen Situation ausgeliefert: Dem Fachpersonal wird dabei die Fähigkeit zugeschrieben, alles (besser) zu wissen, und nicht wenige Verkäufer (Verkäuferinnen sind noch immer eine Minderheit) - vor allem großer Handelsketten - nutzen dies auch aus und reden die Kundschaft an die Wand.
Ich schreibe seit einigen Jahren selbst für den Computer Anzeiger, der in seiner Form wohl in dieser Republik einzigartige ist. Die Faszination für dieses Medium lag, als es mir seinerzeit zum ersten Mal in die Hände fiel, im Zuschnitt auf all jene, die sich interessiert zeigen, ohne gleich den Anspruch zu erheben, ein “Freak” zu sein. Sowohl “Dr. Nippel” als auch “Jumper” haben diese Tradition aufrechterhalten. Von dieser Ausrichtung können sich Bildungsstätten aller Art eine ordentliche Scheibe abschneiden. Die Darstellungen lösen ein eigentlich uraltes, didaktisches Prinzip ein, nämlich den Menschen “dort abzuholen, wo er steht”.
“Der Richter auf dem Stuhle, der Maler vor der Leinwand, der Lehrer in der Schule, vertragen keinen Einwand” .
Bildung ist in Deutschland nach wie vor defizitär ausgerichtet, daran werden die Bemühungen der Ausbildungs- und Studienseminare für LehrerInnen auch in Zukunft nichts ändern. Im Grunde genommen heißt das: wir zeigen Dir, dass Du weisst, dass Du nichts weisst. (Und genauso springt man mit den jungen LehreranwärterInnen auch um. Nebenbei: Diese alberne “zweite Phase der Lehrerausbildung” ist in Deutschland einzigartig auf der ganzen Welt. Wir Deutschen müssen’s noch immer besonders gut machen. Hat sich in den Schulen etwas dadurch verändert? Natürlich nicht...)
Die “Verkaufsgespräche” großer Ladenketten laufen auf nichts anderes hinaus. Der Kunde ist der Dumme, er schämt sich heimlich, dass er dem Personal nicht Paroli bieten kann, wenn ihm eine Grafikkarte aufgeschwatzt wird, die vielleicht für CAD-Anwendungen ausreicht, aber für dem Heimbetrieb vollkommen überdimensioniert ist.
“Nippel” und “Jumper” signalisieren den LeserInnen: Es macht nichts, wenn Ihr nichts wisst, denn wir haben alle einmal unwissend angefangen. Wissen weiterzugeben ist die eine Sache und setzt fachliche Kompetenz voraus; es so weiterzugeben, dass es verstanden wird, eine andere, die pädagogische Fähigkeiten bedingt, und es dann so darzustellen, dass es eine Bereicherung ist und kein Schamgefühl erzeugt zeigt, dass die Schreiber mit ihrem Wissen “auf dem Teppich” geblieben sind und nicht vergessen haben, dass sie selbst einmal ganz von vorn anfingen.
In diesem Sinne sage ich meinen Kollegen “Jumper” und “Nippel”: weiter so. Ich hätte mir seinerzeit gewünscht, jemand hätte mir so behutsam auf den Weg geholfen. Man musste erst von sogenannten EDV-Verkäufern über den Ladentisch gezogen werden. Das Lehrgeld zum Erwerb von Computerwissen war teuer. Ihr Joachim König