Ausgabe 09/99

Inhaltsverzeichnis


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Speakers Corner



Wer, wie, was... wieso, weshalb, warum - wer nicht fragt, bleibt dumm...


Bei der ATX-Bauform sind die Schnittstellen direkt auf dem Motherboard.


Ein Motherboard (Formfaktor „ATX”)


Eine Grafikkarte für den AGP-Slot


Eine Grafikkarte für den PCI-Slot


Ältere Grafikkarte fhaben meist Anschlüsse für einen ISA- oder einen Vesa-Local-Slot.


In der Mitte sieht man den eigentlichen Prozessor-Chip. Die vergoldeten Kontaktstifte, die mit dem Chip verbunden sind, werden in einen speziellen Sockel des Motherbords gesteckt.


Moderne Prozessoren sind auf eine Platine gelötet (oben). Meist werden diese bereits in fertige Gehäuse (unten) geliefert.


SD-RAM SIMM-Modul mit 168 Pins (16 Chips)


EDO-RAM SIMM-Modul mit 72 Pins (8 Chips)


EDO-RAM SIMM-Modul mit 72 Pins (8 Chips)


FPM Memory SIMM-Modul mit 72 Pins (16 Chips)


In der heutigen Zeit sehen viele den Computer als Werkzeug, mit dessen Hilfe sich das Leben in vieler Hinsicht vereinfachen läßt, das stimmt auch (einige sehen den PC auch nur als „Spielemaschine...). Die Bezeichnungen wie z.B. Hardware, Software, CPU und Megahertz sind Wörter, mit denen wir, die schon lange mit der EDV beschäftigt sind, im sprachlichen Umgang mit EDV’lern völlig selbstverständlich hantieren. Für Menschen, die allerdings nichts mit PC und EDV zu tun haben, sind diese Wörter einfach nur Fachchinesisch. Und genau hier fängt auch bei einigen eine Art „Schwellenangst” vor dem Thema Computer an.
Gerade in Gesprächen, die wir mit einigen Bremer Computer-Fachhändlern, EDV-Profis sowie Lerserinnen und Lesern des CAs geführt haben, kristallisierte sich auch noch ein anderes Merkmale, heraus. Und zwar, daß Leute, die bisher noch keinen Computer hatten, sich scheuen, nach Grundlagenwissen zu fragen, weil dieses „Unwissen” scheinbar von unserer Gesellschaft nicht toleriert wird. Falsch!! Ich unterhalte mich lieber mit einem Menschen, der mir ganz klar sagt, daß er (oder sie) keine Ahnung von Computern hat - nicht genau weiß, was vielleicht das Wort „Hardware” bedeutet - als mit Leuten, die Ihre Unwissenheit mit irgendwelchen aufgeschnappten Definitionen zu kaschieren versuchen. Es ist doch keine Schande, sich bei Profis (und ich meine PROFIS - keine „Möchtegern-Profis”) über Rechner zu informieren. Das ist vor allem bei einem Neukauf, und somit dem Einstieg in diese Materie, wichtig.
Also nur Mut, wenn Sie einen Rechner kaufen möchten, dann löchern Sie ruhig Ihren Fachhändler. Gewinnen können nur Sie - an Wissen und Ersparnis beim Kauf des Computers. Ihnen ist ja schließlich nicht damit geholfen, sich einen billigen Computer zu kaufen, der Ihren Erfordernissen gar nicht standhält, andersrum brauchen Sie vielleicht auch keinen HighEnd-Rechner, weil Sie sich „nur” mit Textverarbeitung und Internet-Recherchen befassen werden. Also lange Rede kurzer Sinn - Sie können der Gewinner sein - wenn Sie fragen.
Wieso ich das alles schreibe, was doch scheinbar jeder weiß? Ganz einfach, ich möchte damit Ihre Neugierde auf die folgenden Zeilen wecken, in denen Sie Grundlagenwissen finden werden; sowohl für den Neueinstieg in die Computerszene, als auch zur Auffrischung bei denen, die schon einen Rechner haben...
Fangen wir also mit der Hardware an. Unter Hardware versteht man im großen und ganzen die materiellen Komponenten eines Computers, wie Bauteile, Geräte und Datenträger (z.B. Festplatten, Motherboards, Prozessor, Tastatur, Gehäuse etc.), die man anfassen kann. Wenn man nun eine Festplatte hat, auf der Daten gespeichert sind, so ist die Festplatte selbst (das Medium, der Datenträger), die Hardware. Die Software hingegen ist der Inhalt der Festplatte - die Daten, die darauf gespeichert sind und die man nicht anfassen kann. Also die Nicht-Materiellen-Komponenten eines Systems werden Software genannt.

Das Gehäuse
Es gibt Tausende verschiedene Gehäuse und viele, viele Gehäusehersteller. Man kann sie einteilen in:
Desktopgehäuse: stehen auf dem Tisch, sind breit und flach, das Motherboard ist waagerecht eingebaut.
Slim-Line-Gehäuse: wie Desktopgehäuse, allerdings noch flacher. Es werden spezielle Motherboards benötigt, welche die Steckplätz für die Erweiterungskarten nicht direkt auf dem Motherboard haben, sondern durch eine Zusatzkarte verbinden, so daß die Steckkarten waagerecht eingebaut werden können.
Mini-Towergehäuse: stehen normalerweise ebenfalls auf dem Tisch. Hier ist das Motherboard senkrecht eingebaut. Sie sind hoch und schmal.
Midi-Towergehäuse: stehen auf dem Boden und sind etwas höher als Mini-Tower.
Big-Towergehäuse: wie Midi-Tower, jedoch noch höher. Durch das große Gehäuse ist meist die Kühlung der einzelnen Komponenten besser.
Alle diese Gehäuse gibt es in zwei Standard-Gehäuseformen. Diese sind Baby-AT (PS/2) und ATX.

Baby-AT war der normale Standard bis vor etwa 2 Jahren. ATX-Gehäuse sind die Weiterentwicklung. Passend zu dem jeweiligen Gehäuse muß das Motherboard sein . Baby-AT-Gehäuse (oder besser Gehäuse mit PS/2 Netzteil) nehmen die normalen Baby-AT-Boards auf.
Für das ATX-Gehäuse ist das Motherboard-Layout im Gegensatz zur Baby-AT-Form um 90° gedreht. Dadurch wird unter anderem der Luftstrom eines ATX-Netzteils direkt auf den Prozessor als zusätzliche Kühlung geleitet. Des weiteren sind Schnittstellen wie parallel, seriell, USB ( Universal Serial Bus) und PS/2 (Serial Mouse Intelligent Protocol Converters) direkt auf das Board gelötet und werden durch das ATX-Gehäuse nach außen gebracht. Dadurch entfallen zusätzliche Kabel, die wie beim Baby-AT-Board den jeweiligen Anschluß auf dem Board nach außen ans Gehäuse bringen. Des weiteren haben sie normalerweise den An/Ausschalter an der Rückseite des Gehäuses, da sich das Netzteil über Software abschalten läßt. Ein Gehäuse sollte ein zuverlässiges Netzteil haben, das abhängig von den geplanten Geräten genügend Leistung bietet, um diese ausreichend zu versorgen (starke Netzteile haben 250W oder mehr).

Das Motherboard
Das Motherboard - auch als Mainboard (oder kurz: Board) bezeichnet - ist die eigentliche Grundlage zum Aufbau eines PC’s. Es gibt hier, wie eben schon beschrieben, zwei Standardformen: ATX (die aktuelle Form) und Baby AT (die ältere Form). Auf den Motherboards, egal welche Formen, finden alle Komponenten des PC’s zueinander. Das Motherboard nimmt den Prozessor, die Speicherbausteine und die Steckkarten auf.
Die meisten Motherboards, die heute erhältlich sind, z.B. von den Firmen ASUS, DFI, Tyan, Gigabyte, etc., beinhalten die Schnittstellen für die Maus, den Drucker, das Diskettenlaufwerk, und die Festplatten/CD-ROM-Laufwerke. Hier wird auch die Tastatur angeschlossen. Ein Motherboard ist für einen bestimmten Prozessor-Typ ausgelegt. So gibt es Motherboards z.B. für AMD K6, AMD K7 und/oder Pentium, Pentium Pro, und Pentium II und -III. Bestimmt wird der Typ durch die unterschiedlichen Sockel/Slots, um den Prozessor aufzunehmen.
Innerhalb eines Prozessor-Typs sind meist verschiedene Taktraten zulässig. Auf einem „Pentium-Board” kann man also im Normalfall (Ausnahmen gibt es immer) einen Intel Pentium und/oder z.B. einen AMD mit 200 MHz, aber auch einen mit 450 MHz betreiben. Des weiteren finden wir auf dem Motherboard die Steckplätze (Slots) für Erweiterungskarten.

Eine „Erweiterungskarte”, die wir in jedem Fall benötigen, ist z.B. die Grafikkarte. Andere wären z.B. Soundkarte, ISDN-Karte, Schnittstellenkarte, Controllerkarte oder Netzwerkkarte. Bei diesen Slots gibt es verschiedene Typen. Die bekanntesten sind ISA ( Industry Standard Architecture), PCI ( Peripheral Component Interconnect) und AGP ( Accelerated Graphics Port - für Grafikkarten). Eine kleinere Rolle spielen mittlerweile Microchannel, EISA ( Extended Industry Standard Architecture) und VLB ( Vesa Local Bus).

Das Bussystem
Jedem Slot-Typ ist ein Bussystem zugeordnet. Bei z.B. einem PCI-Slot spricht man von einem PCI-Bus, bei einem ISA-Slot von einem ISA-Bus. Der Bus des jeweiligen Steckplatzes verbindet die eingesteckte Karte mit den anderen Komponenten des Motherboards (Speicher und Prozessor). Die Daten und Steuersignale werden über diesen Bus gesendet/empfangen. Der ISA-Bus ist 16Bit (Leitungen) breit (früher nur 8Bit), der PCI-Bus hat 32Bit. Hier sieht man schon, welcher der beiden der Leistungsfähigere ist. Es gibt noch andere Unterschiede (etwa die Adressierungsmöglichkeit, andere Verfahren bei der Initialisierung, Taktgeschwindigkeit, etc.) die hier allerdings nicht weiter besprochen werden sollen.

Es kommt gelegentlich vor, dass einige Motherboards mit manchen Komponenten - in der Hauptsache sind dies Grafikkarten - trotz „Plug & Play” nicht laufen. Hier ist es auch wichtig, sich vor dem Kauf zu informieren, ob es eine BIOS-Update-Möglichkeit gibt. Das Motherboard-BIOS verwaltet vereinfacht gesprochen sämtliche Komponenten des Motherboards. Durch ein Update kann dann vielleicht die eine oder andere Unzulänglichkeit des Boards behoben werden.
Sinnvoll ist es ebenfalls darauf zu achten, dass es möglich ist, schnellere Prozessoren einsetzen zu können. Soll heißen, wenn Sie jetzt ein Motherboard mit z.B. einem 350 MHz Prozessor kaufen, sollte das Motherboard auch für z.B. 450 MHz oder 600 MHz ausgelegt sein. Damit haben Sie dann die Option frei, sich bei Bedarf einen schnelleren Prozessor zu kaufen, ohne gleich das Motherboard wechseln zu müssen. Das spart Geld.

Der Prozessor/CPU
Kommen wir jetzt zum eigentlichen Computer - und somit zum Herz der Rechenmaschine - die CPU ( Central Prozessing Unit) auch Prozessor oder Microprozessor genannt. Die CPU steuert den Computer in etwa so, wie das Gehirn den Körper steuert. Der Prozessor setzt die Informationen, die er durch verschiedene Eingabearten erhält um und legt basierend auf der im Arbeitsspeicher aktivierten Software eine Antwort fest. In ähnlicher Weise legt das Gehirn aufgrund von Erfahrungen, die in dem Gedächtnis gespeichert sind, Entscheidungen fest.
Der nur etwa Fingernagelgroße Chip besteht aus Millionen von winzig kleinen elektrischen Schaltungen und Wegen auf einem Silikonchip. Die Geschwindigkeit, mit der diese Stromkreise Befehle verarbeiten, wird in Megahertz (MHz) oder Millionen von Zyklen pro Sekunde gemessen. Die Prozessorgeschwindigkeit ist ein nützlicher Indikator der relativen Leistung innerhalb einer CPU-Modellserie (z.B. bei der Pentium-Familie, ob von Intel oder z.B. AMD).
Zum Schutz und um die Hitze besser abzuleiten, steckt der Chip in einem Gehäuse, aus dem (bis zum Pentium Pro-Prozessor) viele kleine vergoldete Kontaktstifte (Pins) herausragen. Über diese Pins wird der Prozessor angesprochen. Er wird auf einen speziellen Sockel, der bereits produktionsmäßig auf dem Motherboard vorhanden ist, gesteckt.
Bei den neueren Prozessoren-Generationen - wie z.B. beim Pentium II oder -III - ist der Prozessor auf eine Platine aufgelötet, die von einem Plastikgehäuse, meist mit einem kleinen separaten Lüfter zur Kühlung, umgeben ist. Dieser Prozessor wird in einen Slot (Steckplatz - ebenfalls auf dem Motherboard) gesteckt.
Neben den bekannten Prozessoren, wie 80386, 80486, 80586 (Pentium), Pentium Pro, Pentium II und -III mit einem Erweiterten Befehlssatz gibt es auch Prozessoren mit einem Reduzierten Befehlssatz ( RISC = Reduced Instruction Set Computer). Letztere (z.B. Alpha) enthalten für bestimmte Operationen keinen extra „geschalteten” Befehl. Sie müssen also einen komplexen Befehl durch mehrere einfache Befehle abarbeiten. Sie werden allerdings mit weit höheren Taktraten betrieben.
Die Wahl des Prozessors ist eine der wichtigsten Entscheidungen beim Kauf eines neuen PCs, gerade weil unser Zeitalter mitunter von einer explosiven Weiterentwicklung des Mikroprozessors gekennzeichnet ist. Seit nunmehr drei Jahrzehnten schaffen es Entwickler immer wieder in regelmäßigen Abständen von etwa 18 Monaten, die Anzahl der Transistoren auf einem Chip zu verdoppeln, und es ist kein Ende in Sicht. Daher kann man auch nie von „dem günstigsten” Zeitpunkt für den Computerkauf sprechen. Je eher man sich dazu entschließt, desto mehr Zeit hat man letztlich, um sich mit den aktuellen Software-Tools, Spielen und Programmen vertraut zu machen.
Fragen sollte man sich auch, ob es ein Pentium von der Firma Intel sein muß, oder darf es auch ein Prozessor von einem Mitbewerber, wie z.B. AMD (K6/K7) sein. Die Intel-Prozessoren sind natürlich der Maßstab der Prozessorentechnik im PC-Bereich und auch wohl die bekanntesten. Doch auch hier ist es so, dass das Zugpferd Intel zwar die Prozessor-Generation und Leistung vorgibt, aber die Mitbewerber kurz nach erscheinen einer „neuen” Intel-CPU, einen Prozessor rausbringen, der nicht nur voll kompatibel zum Intel ist, sondern auch meist etwas schneller und günstiger im Preis ist.
Unser Tip für den „Normal-Anwender”: Kaufen Sie nie den zur Zeit schnellsten Prozessor (also den mit der größten MHz-Angabe). Meist sind diese CPUs unverhältnismäßig teuer und zudem kommen alle „paar Monate” höher getaktete CPUs der gleichen Modellreihe auf den Markt, was dazu führt, dass die vormals schnellsten (MHz) Prozessoren billiger werden.

Der Arbeitsspeicher
Die meisten PCs verfügen heute standardmäßig über 32MB RAM ( Random Access Memory, Arbeitsspeicher), was für die derzeit gängigen Betriebssysteme und Softwareprogramme absolut ausreichend ist. Der Arbeitsspeicher jedoch hat genau wie der Prozessor Auswirkungen auf die PC-Leistung und spielt als Argument beim Computerkauf eine bedeutende Rolle.
Betrachten Sie den Arbeitsspeicher als Arbeitsoberfläche für den Prozessor. Zu Beginn jeder Sitzung wird der Arbeitsspeicher geleert und gleichzeitig werden jene Tools und Informationen geladen, die der Prozessor am häufigsten für die zu erledigenden Aufgaben benötigt. Da der Arbeitsspeicher im Gegensatz zur langsamer arbeitenden Festplatte in Blitzgeschwindigkeit wichtige Informationen verfügbar macht, hat seine Größe direkten Einfluß auf die Geschwindigkeit des Computers.
Die Größe des Arbeitsspeichers wird in Megabyte (MB) angegeben, wobei ein Megabyte ca. einer Million Byte Speicherplatz entsprechen. Je größer der Hauptspeicher ist, den man durch den Kauf von mehr RAM ( Random Access Memory) erhält, desto mehr Anwendungen können gleichzeitig ausführt werden, und außerdem bewirkt ein größerer Speicher, daß speicherintensive Anwendungen sowie extrem große Dateien schneller auf dem Rechner laufen. Normalerweise stellt es kein Problem dar, den PC nach dem Kauf mit mehr Arbeitsspeicher auszustatten, dennoch ist es sinnvoller, sich gleich beim Kauf danach zu erkundigen. Stellen Sie fest, wieviele „Slots” (oder Steckplätze für weitere Speichermodule) für die Erweiterung des Arbeitsspeichers vorhanden sind.
Im heutigen Personal Computer werden im Allgemeinen zwei gängige Arten von RAM verwendet: DRAM und SRAM. DRAM ( Dynamic Random Access Memory) ist die am meisten verbreitete. Gewöhnlich sind es auch DRAM-Module, die zum Zwecke der Vergrößerung des Arbeitsspeichers in die oben erwähnten Slots gesteckt werden. Man nennt diese, auf eine Platine verlöteten Speicherbausteine auch SIMMs ( Single Inline Memory Module). Je nach Mainboard finden entweder EDO-DRAMs (diese Speicherbausteine sind etwas langsamer) oder PC100-DRAMs (z.Zt. aktuelle und schnellere Bausteine) Verwendung.
SRAM ( Static Random Access Memory) ist zwar schneller, jedoch auch deutlich teurer als DRAM. SRAM wird häufig für einen Cache - einen kleinen, superschnellen Speicherbereich - verwendet, in dem die am häufigsten verwendeten Daten und Befehle abgelegt werden. Betrachtet man DRAM als Arbeitsoberfläche des Prozessors, so könnte der SRAM-Cache als sein „Werkzeuggurt” angesehen werden, der die wichtigsten Informationen sofort griffbereit enthält.

Die Grafikkarte
Die Grafikkarte stellt die Verbindung zum Monitor her. Sie liefert dem Monitor die Daten, um das Bild aufzubauen. Ohne Grafikkarte - kein Bild! Es gibt Grafikkarten für den ISA-, den PCI- und den AGP-Slot. Da jedoch der AGP-Slot der z.Zt. leistungsfähigste ist, wird man sich eher für eine AGP-Karte ( Accelator Grafics Port) entscheiden.
Die Grafikkarte ist eine sehr wichtige Komponenten des Computers, da sie zusammen mit dem Monitor für die Bildqualität verantwortlich ist. Da man bei der Arbeit mit dem PC ständig auf den Monitor schaut, sollte man dafür sorgen, daß man ein scharfes und ruhiges Bild hat. Mittlerweile gibt es unzählige Grafikkarten auf dem Markt. Es gibt Standardgrafikkarten, 2D/3D-Grafikkarten, Grafikkarten für den Professionelle CAD-Einsatz, 3D-Add-On Karten, etc. etc.
Um es kurz zu sagen: Grafikkarten für den Professionellen CAD-Einsatz sind extrem teuer und sind oft mit mehr als 32 MB sehr schnellen Bildspeicherbausteinen bestückt. Die sogenannten 2D/3D-Karten ( 2 D imensional / 3 D imensional) sind Grafikkarten, die sowohl für den normalen Gebrauch (z.B. Textverarbeitung) geeignet sind, als auch für den im Spielebereich aufgekommenen 3D-Boom. Diese Grafikkarten besitzen spezielle Prozessoren, um die räumlich Tiefe zu berechnen und wiederzugeben (z.B. Spiegelungen, etc...).
2D-Standardgrafikkarten, die normalerweise für den alltäglichen Gebrauch unter Windows, OS/2,... gedacht waren - und schon fast vom Markt verschwunden sind - können aber auch 3D-tauglich gemacht werden. Dafür bietet der Fachhandel Zusatzkarten, sogenannte 3D-Add-On-Karten an. Diese wird zusätzlich zur vorhandenen Grafikkarte in einen Slot gesteckt und beide Karten werden mit einem Kabel verbunden.
Eine Grafikkarte beeinflusst auch im großen Maße die subjektive Beurteilung der Rechnergeschwindigkeit. Denn das Empfinden, wie schnell ein Computer ist, wird meisten daran festgemacht, wie schnell sich z.B. ein komplexes Bild oder eine Filmsequenz auf dem Monitor aufbaut - wird ein Bild schnell aufgebaut, empfinden wir den Computer als schnell, sehen wir einen langsamen Bildschirmaufbau, so wird der Rechner als langsam empfunden. Es kann durchaus sein, dass ein sehr schneller Computer mit einer billige und langsame Grafikkarte - somit ein verzögerten Bildschirmaufbau hat - viel langsamer empfunden wird als ein langsamer Computer mit einer highend-Grafikkarte. Das bedeutet, beim Computerkauf lieber etwas mehr Geld für eine vernünftige und schnelle Grafikkarte und ausgeben - sparen ist hier fehl am Platz.
Soooh, das soll vorerst mal an Basiswissen reichen. Wir machen erstmal 4 Wochen Pause, lassen Sie die eben gelesenen Informationen erstmal sacken. In der Nächsten Ausgabe werden Sie dann u.a. mit Laufwerken vertraut gemacht.
Ihr Jumper