Ausgabe 06/99

Inhaltsverzeichnis


Kein Urteil ist auch ein Urteil - Strafprozeß gegen ISB-Geschäftsführer Ralf Roeber


Was war passiert: vor langer Zeit schrieb ein Unbekannter aus Amerika widerliche Sprüche in das Gästebuch der "internationalen Stadt Bremen". Zu diesem Text, der zu Recht als "braune Soße" bezeichnet wurde, hatte ein Unbekannter "Links" gelegt, die auf objektive Berichte über den Holocaust verweisen und kurze Zeit später war der Text gelöscht.

Warum jetzt ein Strafprozeß gegen einen Geschäftsführer der isb GmbH? Was ist daran strafbar?
• der Eintrag - der Eintrag selber war reine Volksverhetzung und ist strafbar nach § 130 Abs.1 StGB
• der Zusatz - die Links auf objektive Holocaust-Berichte waren nur dem Verfasser oder den Administratoren der internationalen Stadt Bremen möglich. Und hier liegt das strafrechtliche Problem. Die Links kann der Verfasser selber gesetzt haben. Zeugen, die die Seite ohne Links gesehen haben, gibt es nicht. Oder einer der IS-Bremen Administratoren hat die Links gesetzt, also den Text gesehen und nicht gelöscht. Und hierzu wären die Administratoren, nach § 5 Abs. 2 TDG verpflichtet gewesen.
• die Löschung - die Löschung des Eintrages erfolgte wieder von einem der Administratoren der internationalen Stadt. Und das war gut so.

Wer hat geschrieben: ein Schmierfink aus Chicago, USA. Wer hat den Zusatz “Link” eingegeben: nicht bekannt. Wer hat gelöscht: nicht bekannt. Somit ist ein Freispruch für den angeklagten Geschäftsführer der isb GmbH, als einer der vielen Administratoren der Internationalen Stadt Bremen nur zu logisch. Logisch, aber nicht einfach machbar. Und hier sollten sich Staatsgewalt und IT-Spezialisten gegenseitig befruchten. Während der Staatsanwalt mit der Technik Internet, Provider, Administratoren, Routing, etc. seine Schwierigkeiten bezüglich der relevanten Zuordnung hatte, bestand bei dem Provider isb GmbH und den Administratoren der "internationalen Stadt Bremen" der gute Wille, aber keine böse Absicht zur strafbaren Handlung. So sagte der Vertreter des Angeklagten, Rechtsanwalt Engel aus Bremen, in seiner Erklärung zur Anklageschrift: Der internationalen Stadt Bremen und damit der isb GmbH rechtsradikale Denkweise zu unterstellen ist nicht nachvollziehbar. Die isb GmbH unterstützt u.a. das Forum für Informatiker für Frieden, den Dachverband Ausländischer Kulturvereine Bremen e.V., die Initiative "human rights" und den Franziskanerorden durch kostenlose Dienstleistungen. Der Hauptgesellschafter der isb GmbH hat selbst 5 Jahre in einem Kibbuz in Israel gelebt und wurde mit dem "Israel Trade Award" ausgezeichnet.

Etwas mehr Kooperation seitens der Staatsgewalt und ein erhobener Zeigefinger hätten dies Problem für die Staatskasse billiger gelöst. Denn am wirklichen Thema, wie frei ist das Internet, haben alle vorbei geredet. Und das hätte die Prozessbeobachter interessiert. So ist das Verfahren eingestellt worden und alle Kosten, einschl. der Kosten des Angeklagten trägt die Staatskasse. Die Administratoren der "internationalen Stadt Bremen" haben daraus gelernt. Die Arbeitsanweisung innerhalb der isb GmbH zeigt dies eindeutig:
1. Texte dieser Art werden dokumentiert, gelöscht und der Staatsanwaltschaft übergeben
2. Die Urheber solcher Texte werden über trace-routing ermittelt und das Ergebnis der Polizei unverzüglich dokumentiert mitgeteilt
3. Das Gästebuch steht als Plattform für radikale Texte jedwelcher Couleur nicht zur Verfügung.

Vielleicht lernt jetzt die Staatsgewalt daraus und benennt einen zuständigen Referenten, dem das Material zugestellt werden kann. Und vielleicht erfahren Provider, welche Polizeidienststelle sich mit Internet-Kriminalität beschäftigt. Und es sollten kompetente Ansprechpartner sein. Das war der Staatsanwalt in diesem Fall nicht.

Informationen: isb GmbH - Bernd Roeber, Telefon 0421/2025951, ebr@isb.net



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futurekids - kostenlose Schupperstunden



Die Ausbilder stellen sich unter www.futurekids-bremen.de vor


Futurekids in der Universitätsallee 5

Kein neuer Filmtitel, sondern ein Franchise Unternehmen, welches auch in Bremen “Schule” machen möchte. Oder besser gesagt, welches Kreativität am Computer bei Kindern fördern will - Lernen mit Spaß und Spannung wird versprochen.
Das pädagogische Konzept von Futurekids ist darauf ausgerichtet, neben dem sinnvollen Umgang mit dem PC auch Fähigkeiten wie logisches Denken, Konzentrationsvermögen und Kreativität zu fördern. Es soll eine Basis geschaffen werden für einen verantwortungsbewußten Umgang mit den Medien.
Der Bildungsprozeß beginnt für alle Kids mit dem PC-Pilottraining. Hier erhalten sie einen ersten Eindruck davon, was der PC - als Werkzeug eingesetzt - alles zu leisten vermag. Anschließend sollen sie fit sein für den Jahreskurs Einsteiger.
Derzeit werden “kostenlose” Schnupperstunden für jede Interessentin oder jeden Interessenten angeboten. Diese gelten sowohl für Kids als auch für Erwachsene.
Weitere Informationen: Telefon 0421/2010000



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eCommerce - ganz einfach


Das schon bei der Systems’98 in München erfolgreich vorgestellte Internet-Shopsystem eVendor™ der jungen Bremer Kommunikationsgesellschaft axol IT hat nach eigenen Angaben auch bei der diesjährigen CeBIT in Hannover für Aufsehen gesorgt. Mit diesem Shopsystems für das Internet möchte das Unternehmen dem Trend zu gößerer Kundennähe und wachsenden Märkten durch die neue digitale Ökonomie gerecht werden.
Vor 2 Jahren als Spin-off (?) der Hochschule Bremen gegründet, betätigt sich das Unternehmen schwerpunktmässig in den Bereichen Netzwerkdienstleistungen, Internetanwendungen und Softwareentwicklung. Ein Netzwerk von Mitarbeitern und Partnern macht es möglich, dem Kunden als Solution Provider extensives Know-how zur Verfügung zu stellen. Die Entwicklung des Shopsystems erweitert diese Dienstleistungen um eine Dimension. Mit der Entwicklung des Shopysstems ging auch eine Erhöhung der Mitarbeiterzahl einher. Das Kernteam wurde um 5 feste Mitarbeiter erweitert. Zwei Produkte derselben Familie mit jeweils unterschiedlicher Ausprägung stehen am Ende der Entwicklungsarbeit. “Wir können mit dem smart eVendor™ und dem pro eVendor™ nicht nur große Handelshäuser und die Industrie erreichen, sondern auch kleine und mittlere Shop-Betreiber werden mit der Software kompetent, schnell und unkompliziert ihre Internetpräsenz verwirklichen,” sagt Jürgen Schmidt, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens.
Mit dem eVendor™ Shop- und Mall System möchte die Firma eine eCommerce Lösung schaffen, die durch einen branchenneutralen und modularen Aufbau den Anwender in die Lage versetzt, mit den eigenen Produkten am Wachstum des eCommerce Marktes teilzuhaben. In der nach Angaben einfach zu installierenden und schnellen Standardversion, dem smart eVendor™, finden sich alle Module, die für das Verkaufen im Internet notwendig sind.
Eine Verfügbarkeit, Stabilität und Performance auf der Serverseite wird erreicht durch die für den Shop eingesetzte Technik, die auf neuesten Spezifikationen von SUN Microsystems beruht: Java Server Pages. Diese Technik in Verbindung mit einem modularen Aufbau machen das System plattformunabhängig. Durch seinen Aufbau in drei Schichten - Webserver, Applikationsserver und Datenbankserver - wird das System wartungsfreundlich. So kann z.B. das Layout der Web-Seiten vom Designer mit jedem beliebigen HTML-Editor erstellt werden und die für den Ablauf des Shops eingefügten “tags” werden einfach auf den Server übertragen, der seinerseits den code in Java Sourcecode compiliert.
Auf Seiten des Kunden garantiert reines HTML nach 3.2 Spezifikation gute Performance und Kompatibilität. Die Shops können über AOL, Compuserve, T-online oder alte Browser laufen, denn sie kommen ohne Javascript, Frames oder Cookies aus. Eine Session-ID wird in die HTML-Seiten eincodiert, und weder für das Anlegen noch die Verwaltung eines Shops sind Programmierkenntnisse nötig. Selbstverständlich ist das System mehrsprachig und mehrwährungsfähig und besonders für die Einführung des EURO vorbereitet.
Bei der pro-Version des Shops wurde zusätzlich besonderes Augenmerk auf die Unterstützung aller gängigen Zahlungssysteme gelegt. So werden Geldkarten, Kundenkarten, elektronische Lastschriftverfahren, Kreditkarten (SSL und SET), Macro- und Micropayment unterstützt.
Durch das Warenkorbsystem ist für den Verbraucher “Einkaufen wie im Warenhaus” möglich. Eine Suchfunktion gleich am Einstieg zum Shop sowie zusätzliche Module für Promotion, Auswertung und Marketing machen die Software zu einer flexiblen eCommerce - Lösung nicht nur im Bereich “Business to consumer”, sondern auch “business to business”. Nach der Einrichtung können Mitarbeiter alle Stammdaten für die Warenwirtschaft anlegen, kontrollieren und verändern. In Verbindung mit einem Einstiegsangebot für Web- und Shophosting stellt das Software-Packet der axol IT eine Unterstützung für einen erfolgreichen Auftritt im Internet dar.
Ein Vorgeschmack des Shops findet sich unter http://shop.cook-outdoors.de. (eb/ma)



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Schnupperstunde im Internetcafé



Netwave: Schönes Ambiente und viel Bistro im Gebäude


Karstadt: Getränke nur aus dem Automaten und auch sonst kein “richtiges” Internetcafé



Lift: Nur nicht von der schlichten Einrichtung abhalten lassen, es zu besuchen



Cyberhome: Ein Internetcafé für Spieler und Chatter

Dass sich das Internet als Medium immer weiter ver-breitet, dürfte inzwischen ja wohl jedem bekannt sein. Dies habe ich zum Anlass genommen, um einmal sämtliche Internetcafés in Bremen (nach meiner Meinung gibt es zur Zeit nur drei nennenswerte) unter die Lupe zu nehmen.
Eins hat seinen Sitz in der Altstadt, Obernstrasse 5-35, im Karstadtgebäude, und zwar im vierten Stock, Medienabteilung, ein weiteres, namens Netwave, in der alten Neustadt in der Hohentorstrasse 86, nahe der ”Becksbrauerei” und last but not least das Netzkaffee Lift, im Viertel, in der Weberstrasse 18.

Preise
Was ich gleich zuerst loswerden will, bezieht sich auf den Preisunterschied, denn der ist nicht unerheblich. Bei den Surfpreisen ist Karstadt am teuersten, für eine halbe Stunde muss man 5,- DM berappen, erst mit einer 10ner Karte wird es günstiger, hier bezahlt man dann für 5 Stunden 30,- DM, also 6,- DM für eine Stunde, aber selbst das ist noch der höchste Preis pro Surfstunde in Bremen. Besser sieht es da schon im Netwave aus, hier ist die erste Stunde frei, allerdings muss man ein Getränk oder ähnliches bestellen, denn verdienen will ja jeder etwas. Für jede angebrochene weitere Stunde sind dann allerdings 5,- DM fällig. Es gibt keinen Mengenrabatt. Im Internetcafé Lift kommt man am günstigsten weg: für 10,- DM Jahresbeitrag kann man die PCs pro Tag bis zu 2 Stunden benutzen, wobei unter benutzen surfen, chatten und auf Anfrage die Windowsprogramme Paint und Wordpad verstanden werden. Man kann sich einen Tag vorher einen Rechner reservieren lassen, wofür verständlicherweise ein kleines Entgelt von 2,- DM erforderlich ist. Aber auch die Spontanen haben eine Chance, denn 4 Rechner werden grundsätzlich nicht reserviert. Im Gegensatz zu Netwave und der Karstadt Cyberbar hat man bei Lift nur mit einem Rechner die Möglichkeit zu mailen.
Auch bei den Getränken gibt es feine preisliche Unterschiede, bei Karstadt bezahlt man zum Beispiel für eine Dose Cola aus dem Automaten (0,33 l) 2,- DM, bei Netwave sind für das Glas Cola (0,3 l) mit Bedienung 3,90 DM fällig und Lift berechnet pro Glas Cola (0,2 l) 3,- DM. Und auch beim Drucken muss gezahlt werden, eine Din A4 Seite in SW kostet bei Karstadt -,50 DM, bei Netwave -,20 DM und bei Lift 1,- DM, allerdings kostet jede folgende Seite nur noch -,30 DM. Wenn man Farbausdrucke möchte, kommt man nicht um Karstadt herum und muss 1,- DM pro Seite auf den Tisch legen. Bei Karstadt und Netwave kann man auch Multiplayerspiele bestreiten, bei Netwave kostet es nichts extra und bei der Cyberbar 5,- DM pro halbe Stunde. Ausserdem hat das Kaffee Netwave ein besseres Equipment für Spiele (vernünftige Mäuse und gute Joysticks).

Service
Alle Netzkaffees bieten gewisse Serviceleistungen an, auch hier muss man bei einigen tiefer und bei anderen nicht so tief in die Tasche greifen. Fürs einfache Downloaden von Daten muss man bei Karstadt 3,- DM (!) hinlegen, Netwave berechnet 1,50 DM (Diskette gibt es gratis dazu) und Lift hat hier die Nase vorn, denn es ist gratis. Wenn man gerade keine Diskette dabei hat, wird bei Karstadt 1,- DM extra berechnet, also 4,- DM für ein Download + passende Diskette. Leider gibt es bei Lift die Disketten nicht gratis, hier muss 1,50 DM pro Stück geblecht werden.
Das könnte ich noch ziemlich lange so weiterführen, aber ich möchte mich noch ein paar anderen Punkten widmen, zum Beispiel dem Service. In der Cyberbar ist er kaum vorhanden, denn die Getränke zieht man sich aus dem Automaten und auf Fragen wird nur ungern näher und länger geantwortet, hier wird einfach vorausgesetzt, dass man das Medium Internet genauer beherrscht. Das liegt allerdings auch daran, dass die Cyberbar keinen eigenen Angestellten hat und man sich in der Medienabteilung einen Verkäufer zum Kasieren und Rechner- freischalten suchen muss.
Im Netwave und auch im Lift, werden einem die auftretende Fragen ausführlich und verständlich beantwortet. Für die, die es genauer wissen wollen, gibt es auch entsprechende Kurse, im Netwave einen ”Kompakten Internet Workshop” Kurs, der für Erwachsene 85,- DM und für Schüler sowie Studenten 75,- DM kostet, dieser Kurs geht über 2½ Stunden. Im Kaffee Lift gibt es einen Einstiegskurs über 2 Abende, der nach Bedarf und entsprechenden Reservierungen für 40,- DM stattfindet.
Um noch mal auf die Multiplayerspiele zurückzukommen, auch im Lift können sie unter Umständen auf Anfrage stattfinden, allerdings bemerkt man schon an der Rechnerleistung (133 MHz, 32 MB RAM), dass die PCs dafür nicht ausgelegt sind. Im Lift gibt es auch öfter mal Veranstaltungen, die nur entfernt mit Internet zu tun haben. In näherer Zukunft zum Beispiel eine Schlagerveranstaltung und in fernerer Zukunft wird das einjährige Bestehen (seit Oktober’98) gefeiert. Einfach anrufen oder persönlich erscheinen, um nähere Informationen zu erhalten.
Wie vielleicht schon aus meinem Bericht hervorging, kann man die Karstadt Cyberbar nicht als ”richtiges” Netzkaffee sehen, sondern eher als Serviceleistung und Nebenverdienstquelle. Der wesentliche Unterschied der anderen beiden Netzcafés ist der, dass Netwave, im Gegensatz zum Lift, ein kommerzieller Betrieb ist und eine entsprechend andere Preisgestaltung für’s Surfen hat. Worauf jedoch beide Betriebe wertlegen ist, dass ihr Angebot über das von ”normalen” Netzcafés hinausgeht und sich hier schon viele Freundschaften und Cliquen gebildet haben, weil es hier nichts Besonderes ist, sich mit seinem Nachbarn über dies und jenes zu unterhalten, oder ihn einfach mal bei Problemen um Rat zu fragen.

Öffnungszeiten
Die Cyberbar in Karstadt hat genau wie alle Warenhäuser von 10.00 - 20.00 Uhr und Samstag von 10.00 - 16.00 Uhr geöffnet, Sonntag ist also geschlossen, Netwave hat von 10.00 morgens - 1.00 Uhr nachts geöffnet und das Internetcafé Lift von 15.00 Uhr - 0.00 Uhr, Dienstag ist Ruhetag.

Resumee
Was ich abschließend in eigener Sache hinzufügen möchte ist, dass ich bemerkt habe, dass viele Netzcafébenutzer ”Wiederholungstäter” sind und auch schon ein Stammcafé haben, und dass die Mitarbeiter geringfügig freundlicher werden, wenn man sich als Tester ausgibt :-)

WeitereInformationen unter:
Netwave: Tel.: 0421/59 80 900, E-mail: root@netwave.de
Lift: Tel.: 0421/77 450, E-mail: hallo@brainlift.de
Cyberbar: E-mail: cyberbar@karstadt.de

Da Bremen nicht der einzige Ort mit Netzcafés ist, habe ich mich aufgemacht um auch einmal in Oldenburg nach den Netzcafés zu sehen. Das heißt eigentlich Netzcafé, denn in Oldenburg war ich nur im Cyberhome, das sich im Stau 19, nahe der Fußgängerzone, befindet. Wegen dieser Tatsache kann ich auch keinen Vergleichstest, aber statt dessen einen Bericht schreiben.
Um meine Gliederung beizubehalten fange ich auch hier an, über die Preise zu schreiben. Eine Stunde Rechnernutzung kostet 5,- DM. Es gibt 2 Rechnerkategorien. 8 der 18 Rechner sind reine ”Chatrechner” und die anderen 10 sind 300-MHz-Rechner, mit 3D Karten und 32 - 64 MB RAM, die auch für’s Surfen und Netzwerkspiele geeignet sind. Man kann allerdings maximal 10,- DM für die Nutzung der ”kleinen” Rechner ausgeben und trotzdem den ganzen Tag über chatten, bei den ”grossen” Rechnern liegt diese Grenze bei 20,- DM. Ein halber Liter Getränk (Cola, Fanta, Wasser etc.) kostet 2,- DM, eine Tasse warmes Getränk aus dem Automaten (Kaffee, Kakao) hingegen 1,50 DM. Wer will kann sich allerdings auch etwas mitbringen. Drucken ist bis zu einer gewissen Schmerzensgrenze (kommt auf den Verkäufer an, als ich da war lag sie bei fünf Seiten) kostenlos, ab dieser Schmerzensgrenze wird 1,- DM oder auch mehr (kommt drauf an wieviel man drucken will), dafür genommen.
Da ich ja schon vorher Netzwerkspiele erwähnt habe, werde ich jetzt näher erläutern, wie es im Cyberhome geregelt wird. Generell kann man alles spielen, was mitgebracht wird, die große Ausnahme stellen indizierte und verbotene Spiele dar. Die beiden Spiele Age of Empires und Command & Conquer 2 sind im Netzcafé vorhanden, ihnen werden öfter nach Ladenschluß ”Themenabende” gewidmet, um sie ausgiebig zu spielen, man kann sich diese Spiele aber auch während der regulären Öffnungszeiten für die Dauer seines Besuches ausleihen. Das Downloaden kostet eigentlich nichts nur wenn man grössere, leitungsblockierende Sachen herunterläd, wird die Verbindung vom Personal unterbrochen. Man kann sich auch mit Disketten, 1,- DM pro Stück, eindecken und kostenfrei scannen.
Als weitere Serviceleistung bietet das Cyberhome eine nicht ganz billige Clubmitgliedsschaft für 99,- DM monatlich an. Wenn man also in diesem Club ist, kann man die Chatrechner umsonst und die Spielrechner für 10,- DM, pro Tag ”unendlich lange” benutzen. Allerdings muss man sich schon sehr oft im Monat blicken lassen, damit sich der Club auch lohnt. Es gibt keine Internetkurse, die Angestellten geben aber gerne längere und ausführlichere An- und Einweisungen in das Geheimnis Internet, auch Fragen werden so ausführlich und verständlich wie möglich, beantwortet. Wem das nicht reicht, der muss noch ein wenig warten, laut einem Angestellten sind längere Einführungskurse “so bald wie möglich” in Planung, und die Betreiber des Cyberhomes bieten ein Heft an, welches Internet und Netzwerke verständlich machen soll.

Öffnungszeiten
Geöffnet ist von Montag bis Samstag, von 11 - 22 Uhr, Sonntag ist geschlossen.
Was ich noch unbedingt hinzufügen möchte, ist die Tatsache, daß alle Angestellten und manche Besucher rauchen, es leider keine Nichtraucherzonen im Cyberhome gibt und sich strikte Nichtraucher entsprechend unwohl fühlen werden. Es gibt nur zwei Wege, dem zu entgehen: früh oder gar nicht kommen.
Es gibt, wie ich in Erfahrung bringen konnte, noch ein weiteres Netzcafé in Oldenburg, Wolf’s Gamestore, was sich allerdings nach meinem Informationsstand hauptsächlich auf Netzwerkspiele spezialisiert hat, und deswegen nicht mit den anderen Cafés vergleichbar ist. Ein drittes soll nach unserem Wissensstand in kurzer Zeit eröffnet werden und zwar unter der Adresse Ziegelhofstraße 7.
Weitere Informationen: Tel: 0441/24 88 657, Fax: 0441/24 88 654, E-mail: team@cyberhome.de (eb/ar)