Ausgabe 03/99

Inhaltsverzeichnis


akademie.de - was ist das?

Die Firma akademie.de bietet Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mittelständischer Unternehmen kostenlos Trainingsprogramme an, damit diese unternehmenspraktisches Know-how zum Internet erwerben können. Dieses Wissen wird den Teilnehmenden direkt am Arbeitsplatz per Internet vermittelt. Die Dienstleistungen von akademie.de sind für alle Förderberechtigten kostenlos.
Die akademie.de selbst wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds bis Mitte 1999. Förderberechtigte der akademie.de sind Mitarbeiter/innen kleiner und mittlerer Unternehmen, einschließlich Einzelunternehmen, GbRs oder Existenzgründer. Weiter ist erforderlich, daß sich die Teilnehmer innerhalb ihrer Arbeitszeit qualifizieren, monatlich ein Formular über ihre Qualifizierungsstunden übersenden und ein Internet-PC bereitsteht. Es werden auch immer mehr Mitarbeiter von nicht förderberechtigten Interessenten angemeldet wie etwa aus Behörden oder Großunternehmen. Von ihnen wird ein monatlicher Kostendeckungsbeitrag von 49,- DM erhoben.
Das Kurssystem der internet-akademie ist offen gestaltet wie eine Universität. Per Paßwort gelangt der Teilnehmer zu allen Lektionen und Materialien, Tests und Kommunikationsmitteln. So kann jeder Kursteilnehmer die für ihn relevanten Elemente nutzen. Die Lernplattform ist das Internet. Über http://www.akademie.de als Webserver stehen sämtliche Kurse, Tests, Programme, Internet-Lexikon etc. zur Verfügung. Teilnehmer ohne Internet-Zugang erhalten Teile des Basiskurses per Post.
Die Themen werden praxisorientiert vermittelt. Durch Tests im Netz wird das Wissen überprüft. Mit den Übungen kann das erworbene Wissen gleich praktisch umgesetzt werden. Kommunikation und Beratung erfolgen per eMail, Mailing-Listen etc. Z.B. Webphone-Konferenzen, gemeinsames Websurfen in Gruppen, Internet-Workshops etc. sind in Vorbereitung. Lokale Treffen ergänzen das Angebot. (eb/em)

Weitere Informationen: eMail: info@akademie.de, http://www.akademie.de, oder unter Telefon: 030/2800000



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Gefälschte Massen-eMails überfluten Mailsystem

Eine besonders bösartige Form von eMail-Mißbrauch grassiert zur Zeit im Internet. Hacker verschicken über fremde Rechner Massen-eMails mit gefälschtem Absender. Die Empfänger-Adressen werden mit einem Zufallsgenerator erzeugt und existieren gar nicht. Der betroffene Mailserver schickt die elektronische Post als unzustellbar zurück und überflutet den Absender mit Tausenden von eMails.
Neben dem Schaden durch den eigentlichen Einbruch hat der Betreiber mit einem zusammengebrochenen Mailsystem und hohen Providergebühren zu kämpfen, berichtet iX, Magazin für professionelle Informationstechnik. So brach kürzlich ein Hacker in das EDV-System einer US-amerikanischen Universität ein und schickte 100 Millionen solcher eMails an AOL. Von dort kamen 98 Prozent der Daten zurück - verlängert um den Vermerk „Empfänger unbekannt”.
Einen vollständigen Schutz gegen solche Angriffe gibt es nicht. Durch entsprechende Konfigurationen am Mailserver ist es jedoch möglich, unerwünschte Mails schon am Anfang ihrer Übertragung abzuweisen oder die Kontaktaufnahme bestimmter Mailserver ganz zu unterbinden. Auch juristische Schritte gegen die Verursacher einer Mail-Flut greifen in der Praxis kaum. „In den meisten Fällen bleiben die Hacker unerkannt. Und wenn sie gefaßt werden, ist bei ihnen nichts zu holen”. (ots/ma)



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England: Internet kostenlos

Wenn das, was in England geschieht, weltweit Schule macht, haben Internet-Provider demnächst ausgedient: Die Supermarkt-Kette Tesco http://www.tesco.net/indexn.htm bietet ab sofort allen Kunden, die eine Tesco-Club-Card besitzen, einen kostenlosen und unbegrenzten Zugang ins Netz. Da Tesco die Einwahlgebühr zum Ortstarif garantiert, braucht der Surfer sich nicht mehr an einen Provider zu binden. Die Firma hofft, mit dieser Aktion vor allem den E-Commerce-Bereich ausbauen und im Netz eine größere Produktpalette als in den Läden anbieten zu können. (nf/hi)



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Das Internet2

Die US-Zeitschrift PC-Week kündigte für den 24.2. die offizielle Inbetriebnahme des Internet2, des „Next-Generation Internet” an.
Über 130 amerikanische Universitäten arbeiten bei diesem Projekt gemeinschaftlich mit Industrie und US Regierung an der Entwicklung fortschrittlicher Internettechnologie. Weitere Prokekte beschäftigen sich im gleichen Rahmen mit dem neuen Internetprotokoll Ipv6 oder der Nutzung des Internet2 zur Übertragung von massenmedialen Inhalten.
Bereits in den nächsten Tagen werden die ersten Verbindungen mit voraussichtlich 622 Megabit/Sek. geschlossen und am 24. Februar wird das Internet2 im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung dann offiziell in Betrieb genommen.
Geplant ist, mit dem Internet2 schon bald 150 amerikanische Universitäten miteinander zu verbinden. Das dafür aufgebaute Netzwerk bietet Übertragungskanäle von bis zu 2,4 Gigabit/Sekunde bei einer gesamten Netzwerklänge von fast 21.000 Kilometern. Einige der Universitäten sollen sogar mit 10 Gigabit-Leitungen verbunden werden. (eb/hi)



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RealPlayer G2 in deutsch

Jetzt ist der RealPlayer G2 auch in deutsch kostenlos verfügbar. Die neue Version umfaßt neben der deutschen Benutzeroberfläche auch eine deutschsprachige Hilfe, Liesmich-Datei und Fehlermeldungen. Erhältlich sind neben der deutschen auch eine italienische, spanische, brasilianische und japanische Version. Mit dem neuen deutschen RealPlayer G2 stehen Ihnen viele lokale Programme zur Verfügung. Per Mausklick haben Sie ferner Zugang zu internationalen Inhalten, die bisher nicht über die RealChannels erhältlich waren. Mit Hilfe der internationalen RealChannels und der Favoriten können Sie weltweit lokale Nachrichten, Sportberichte und Musiksendungen wie etwa Deutsche Welle aus Deutschland, Sistema Globo de Radio aus Brasilien, Sony Music Online aus Japan und ITN aus Großbritannien empfangen.
Unter der Internetadresse: http://www.real.com/international/deplay.html kann diese RealPlayer G2-Version (ca. 2,6 MB) kostenlos runtergeladen werden. (eb/hi)



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Schadensersatz von 107 Mio. US Dollar

Amerikaner sind dafür bekannt, daß sie auf ihr verfassungsmäßiges Recht der „freien Meinungsäußerung” pochen. So finden sich im US-Web leider nicht nur persönlich beleidigende, sondern auch menschenverachtende Seiten. Anfang Februar wurde endlich den Betreibern einer solchen Site erfolgreich der Prozess gemacht. Abtreibungs-Gegner hatten im Netz „Fahndungsplakate” von Abtreibungsärzten mit den Adressen, Telefonnummern der Mediziner unter dem Namen „Nürnberg Akten” (in Anlehnung an die Kriegsverbrecherprozesse gegen die Nazis) veröffentlicht und die Ärzte als „Baby-Schlächter” diffamiert.
Das Bundesgericht des Staates Oregon sah hierin einen konkreten Aufruf zur Gewalt gegen die Ärzte und verurteilte die Betreiber zur einer Schadensersatzzahlung von 107 Mio. US Dollar (ca. 187 Mio. DM) an die betroffenen Ärzte. Zwar hatten diese die doppelte Summe als Entschädigung für den entstandenen seelischen Druck und die nötigen Sicherheitseinrichtungen in den Kliniken und Privathaushalten verlangt, trotzdem betonten die Kläger, es ginge ihnen in erster Linie nicht um das Geld, sondern darum, daß auch in den USA die freie Meinungsäußerung ihre Grenzen hat. Einer der Betreiber der Site, der 57jährige Neal Horsley, ging sogar so weit, daß er wenige Stunden nach dem Mord an einem New Yorker Arzt dessen Fahndungsfoto mit einem schwarzen Kreuz versah und das eines verletzten Mediziners grau unterlegte. „Daß die Entschädigungssumme so hoch ausgefallen ist, liegt daran, daß solche Urteile in den USA Straf-Charakter haben. Sie wären in Deutschland in der Form sicherlich nicht denkbar”, so Dr. Ralf Imhof, Online-Rechtsexperte aus München. (ame/hi)