Ausgabe 02/99
GAME CORNER
GAME
CORNER
Dark
Projekt - Der Meisterdieb
Wem
die üblichen 3D-Shooter zu abwechslungslos sind, wird von “Dark
Project - Der Meisterdieb” begeistert sein. In Zusammenarbeit von Looking
Glaas und Eidos Interactive (den Erfindern der Tomb Raider Serie) entstand eine
gelungene Mischung aus Adventure und First-Person Shooter.
Schon
allein die Tatsache, daß man in diesem Spiel mal nicht der Held sondern
der “Bösewicht” ist, hebt das Spiel schon von der Masse der
Ego-Shooter ab. Wenn man das Spiel überhaupt als Ego-Shooter bezeichnen
kann, denn hier steht nicht so sehr die Action, sondern viel mehr das logische
Denken und -Umsetzen im Vordergrund.
Man
beginnt seinen Raubzug auf Wunsch in der “Gilde der Hüter”,
einem Trainingslevel, wo man von seinem Lehrmeister unter anderem den Umgang
mit dem Schwert, sowie das Bogenschießen, das Klettern und Springen, und
das leise und unerkannte Bewegen Schritt für Schritt erklärt bekommt.
Alle hierfür erforderlichen Tastatur- und Maus-Belegungen werden im oberen
Bildschirmrand eingeblendet.
Hat
man dieses Level beendet, gilt es, 14 weitere Missionen zu bewältigen. In
diesen durchstreicht man die hiesigen Straßen, Abwasserkanäle,
Gebäude, Kerker und Katakomben. Man schlägt sich mit Alkohol
frönenden Nachtwächtern sowie höllischen Dämonen herum und
versucht, ordentlich Geld zu erbeuten, welches man vor jeder Mission in
Heiltränke, Blendbomben, Extrapfeile usw. investieren kann.
Vor
jeder Mission bekommt der Spieler im eingeblendeten Briefing eine genaue
Information, in der kurz beschrieben wird, was die Hauptfigur Garrett in der
jeweiligen Mission zu bewältigen hat. Ein weiteres Feature des Spiels ist
die erstklassige Intelligenz der Charaktere. So ist es zum Beispiel nicht
ratsam, mit gezogener Waffe an dem Gegner vorbei zu gehen, da er sich sonst
bedroht fühlen könnte und angreift. Zusätzlich besteht die
Möglichkeit, Gespräche zwischen den einzelnen Spielfiguren zu
belauschen und so nützliche Tips zur erfolgreichen Beendigung der
Missionen zu erhalten.
Die
Gruselatmosphäre setzt sich aus der genialen Sounduntermalung in Kino
Qualität, den düsteren Videosequenzen und der hervorragenden Grafik
zusammen. Diese kommt durch den erstmaligen Einsatz der sogenannten DARK-ENGINE
zustande. Bei der Grafischen Aufmachung des Spiels haben die Entwickler
wirklich nicht gegeizt, nach meiner Meinung erfreuen grandiose
Transparenzeffekte und perfekte Animationen der einzelnen Charaktere das Auge
des Spielers.
Das
Spiel ist komplett in Deutsch und bietet 3 Schwierigkeitsgrade zur Auswahl. Aus
diesem Grund ist das Spiel gleichermaßen für Genre Anfänger
sowie für diejenigen, die immer noch die absolute Herausforderung suchen,
geeignet. Auch wenn man das Spiel durchgespielt hat, gibt es immer noch etwas
zu entdecken, da dem Spieler in dem riesigen 3D-Gelände kaum Grenzen
gesetzt werden.
Ab
einem Pentium 200 mit 32 MB RAM einem 8-fach CD-ROM, sowie mindestens 60 MB
freiem Festplattenspeicher und einer 3D-Grafikkarte läßt sich das
Spiel recht flüssig Spielen.
Der
Fehlende Multiplayer Modus wird sicher nur die wenigsten stören und tut
dem sonst sehr gut gelungenem Spiel keinen Abbruch.
Tester:
Meik Isbrecht
-
- Moto Racer 2 - -
Zweiradspiele
erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Die Firma Electronic Arts
möchte sich nun auch ein Stück vom großem Kuchen abschneiden
und schickt den zweiten Teil ihrer Motorradraserei ins Rennen. Der Unterschied
ist nur, bei der Veröffentlichung des ersten Teils gab es kaum Konkurrenz
und das Genre war Neuland. Nun muß sich EA mit hochkarätigen Titeln
wie Motocross Madness auseinandersetzen...
Fangen
wir doch bei der Engine an, denn die ist wirklich sehr gut, will heißen
die Grafik ist fantastisch. Besonders die Animationen der Biker und die
Umgebungsgrafik sind den Programmierern gut gelungen. Natürlich kommt das
erst bei einer hohen Auflösung mit 3Dfx so richtig gut zur Geltung.
Machen
wir beim Sound mal weiter: Musik und Soundeffekte sind zweckmäßig,
allerdings dabei nicht besonders revolutionär. Man kann sich mit
einigermaßen Phantasie schon ungefähr vorstellen, daß da
Motorräder gerade durchs Gelände brettern, aber so das ganze
Drumherum an Geräuschkulisse, was bei einem Rennen nicht fehlen darf,
Publikumszurufe etc., ist etwas zu kurz gekommen und ich habe schon Besseres
gehört.
Kommen
wir zu den Hardwareanforderungen. Die lesen sich wie folgt: Pentium 166 MMX
(Pentium II 233 MHz empfohlen), 16 MB RAM, (64 empfohlen) CD-ROM 8-fach Speed
und eine gute 3D-Grafikkarte.
Desweiteren
läßt sich dieses Spiel gut steuern. Das heißt, es funktioniert
auch gut mit der Tastatur. Außerdem kann man es in drei
Schwierigkeitsstufen im Simulations- und Arkademodus spielen. Befahren werden
können 24 Strecken und das mit 8 Bikern. Wenn einem das nicht reichen
sollte, kann man sich über den gut bedienbaren Editor einfach jede Menge
neuer Strecken erstellen.
Trotz
aller Vorteile, die dieses Spiel zu bieten hat, wäre es nicht umbedingt
meine erste Wahl bei Motorradsimulationen. Der Referenztitel ist eindeutig Moto
Racer 1 und auch Motocross Madness ist meiner Ansicht nach einen Tick besser.
Doch da die Ansichten der Spieler zum Glück ja verschieden sind und Moto
Racer 2 trotz allem ein gutes Spiel ist, sollte man mal
“reinschnuppern”.
FSK:
ohne Altersbeschränkung
Testmuster
zur Verfügung gestellt Von GAME WORLD Computerspiele Vertriebs GmbH
Tester:
Alexander Rosenke