Ausgabe 02/99
Computer & Video Börse 27. und 28. Februar 1999, jeweils 9.00 - 17.00 Uhr
20.
Computer & Video Börse 27. und 28. Februar 1999, jeweils 9.00 - 17.00
Uhr
Haben
Sie schon etwas vor am letzten Wochenende im Februar? Noch nicht? Wie wäre
es dann mit einem Besuch der Multi-Media-Show “Computer & Video
Börse” im Bürgerzentrum Neue Vahr?! Schon längst zum Kult
avanciert finden zwei tolle Tage für Computerinteressierte am Samstag und
am Sonntag, 27. und 28. Februar, statt.
Damit
es ein streßfreies Wochenende wird, sollten Sie am besten mit
öffentlichen Verkehrsmitteln kommen. Die Straßenbahn, die Linie 1,
hält direkt an der Berliner Freiheit. Was Sie dann in den
Räumlichkeiten des Bürgerzentrums erwartet, ist wieder eine sehr
große Auswahl an Computerzubehör, an Hard- und Software, Neuem und
Gebrauchtem, und ein reichhaltiges Rahmenprogramm, bei dem bestimmt für
jeden etwas dabei ist.
Wieder
dabei sind die Computer Clubs aus Bremen und Umzu, der Computer Kunst Garten
wird wieder “erblühen”, es wird abermals wieder eine
Computeraninmationsschau geben und andere Glanzpunkte werden folgen. Wie auch
auf den vorangegangenen Börsen wird es erneut viel Gelegenheit geben, sich
mit anderen Computer-Interessierten auszutauschen, Ratschläge einzuholen,
Tips zu geben und zu bekommen oder sich vielleicht dem einen oder anderen
Computerclub- oder Stammtisch anzuschließen.
Selbstverständlich
ist auch wieder auf dieser Computer & Video Börse ein
Internet-Provider vertreten. Dieser soll nicht nur für Fachchinesisch
zuständig sein, sondern sich aller Fragen annehmen, und auf diese auch
umfassend und verständlich Antworten geben können.
Keiner
von uns ist mit der Hand auf der Tastatur geboren und jeder hat mal klein und
unwissend begonnen. Lassen Sie sich also von Redeschwingern nicht schrecken und
nutzen Sie die zwei Tage unter Gleichgesinnten. Vervollständigen Sie Ihre
Hard- und/oder Software oder lassen Sie sich in Bann des WWW ziehen. Wir
wünschen viel Vergnügen.
Ihr/Euer
Günter Meyer
Der
Scheck ist gut aufgehoben
Am
13.1.98, für alle Abergläubischen, es war ein verschneiter Mittwoch,
waren die ISB und der CA im Wohnheim in der Goebenstr. 6 zu Gast. Dort konnte
den Heimbewohnern und den Betreuern ein Scheck über 2.800,- DM
übergeben werden. Diese Summe stellt den Erlös aus der letzten
Internet Auktion dar, die Anfang Dezember stattfand. Das Geld wurde
zweckgebunden zur Verfügung gestellt und soll bei der
Bäderrenovierung, die dringend erforderlich ist, helfen. Über eine
größere Summe hätten sich bestimmt alle sehr gefreut, aber
eventuell ist dieses Geld eine Grundlage, die vielleicht noch von dem einen
oder der anderen aufgestockt werden kann. Auf jeden Fall bedanken sich alle
Bewohner und Betreuer der Goebenstr. 6 an dieser Stelle noch einmal bei allen,
die diese Summe zustandegebracht haben! Einen kleinen Beitrag haben zwei der
Bewohner ihrerseits geleistet, in dem sie selbstgemalte Bilder für die
Versteigerung spendeten. Die Bilder sind im Blaumeier Atelier entstanden, wo
einige der Heimbewohner aktiv sind. Bei der Scheckübergabe hatten wir kurz
Gelegenheit, in eine selbstproduzierte CD hineinzuhören. Auch diese ist im
Blaumeier Atelier entstanden. Leider ein Unikat. Wie das Geld im einzelnen
verwendet wird, werden wir selbstverständlich berichten. Wir haben uns
gerfreut, mit den Menschen in der Goebenstr. Bekanntschaft zu machen.
Gönnen wir den Leisen im Lande mehr Gehör. Es lohnt sich. Also, der
Scheck ist weg, und - an alle ein DANKE! (em)
-
Installationsparty - Den Rechner mitbringen und Linux installieren
Die
Bremer Linux-User-Group lädt ein zur ersten Bremer
Linux-Installationsparty. Diese findet statt am 14.3.1999 von 10.00 bis 17.00
Uhr in den Räumen des Landesinstitut für Schule (LIS) am Weidedamm
20, Ecke Leipziger Strasse in Findorff. Eingeladen ist jeder
Linux-Interessierte.
Seit
einigen Jahren gibt es nun schon dieses “merkwürdige Linux”
und in letzter Zeit häufen sich die Berichte darüber auch in
“normalen” Kreisen - sprich Computer-Zeitschriften mit breiter
Auflage und sogar Tageszeitungen oder hin und wieder mal im Fernsehen in
Sendungen mit Computerbezug. Bleibt eine Frage: Was ist Linux? Hier die
Antwort: Linux ist ein Unix-ähnliches 32-Bit Betriebssystem, das auf einer
grossen Anzahl von Rechner-Architekturen lauffähig ist, von der die
populärste die Intel x86-Architektur sein dürfte. (Genaugenommen
läuft das herkömmliche Linux erst ab einem i386)
Jetzt
zur Geschichte von Linux. Linux ist das Kind von Linus Torvalds und die Geburt
und Entwicklung von Linux wiederum ist eng mit dem Internet verbunden, denn
ohne dieses Medium wäre Linux mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit nie zu dem geworden, was es heute ist. Dazu gehört aber
auch die Free Software Foundation (FSF) mit seinem Gründer Richard F.
Stallman. Ziel der FSF ist das Schreiben freier Software, die unter einer
bestimmten Form des Copyright (auch als Copyleft bezeichnet) steht, kostenlos
ist und immer auch im Quelltext erhältlich ist. Das Copyright, die Gnu
General Public License (GLP), dient im wesentlichen dazu, dafür zu sorgen,
daß die freie Software auch frei bleibt und nicht von irgendwelchen
Firmen unter eigene Kontrolle gebracht werden kann.
Nun
fügten sich die Dinge zusammen, Linus initiierte Linux, das Internet
stellte die Entwickler-Gemeinde und die FSF lieferte die benötigte
Software. An der Entwicklung von Linux beteiligten sich zahlreiche, über
das Internet koordinierte Freiwillige und in den folgenden Jahren entwickelte
es sich immer mehr von einem “Hacker-Spielzeug” zu einem
ernsthaften Betriebssystem, das ausgestattet mit den Tools der FSF, immer
mächtiger wurde und welches immer mehr zur Konkurrenz der kommerziellen
Betriebssysteme wird. Heute ist Linux ein stabiles und “komplettes”
System, das auch in Industrie und Universitäten seinen Einsatz findet.
Auch heute noch koordiniert Linus die Entwicklung des “Kernels” -
des eigentlichen Betriebssystems und dazu werden immer noch zahlreiche
Weiterentwicklungen von freiwilligen Helfern beigesteuert. Populäres
aktuelles Beispiel ist das KDE-Projekt, das Linux eine freie graphische
Oberfläche zur Verfügung stellen will.
Auch
heute noch ist das Betriebssystem Linux frei. Es steht unter der GLP und kann
daher auch kostenlos aus dem Internet erworben werden. Dem Einsteiger ist diese
Form des Erwerbs allerdings nicht zu empfehlen, da sie ein profundes Wissen
voraussetzt. In der Regel wird man Linux heute als sogenannte Distribution
erwerben. Bei einer Distribution handelt es sich um eine aufeinander
abgestimmte Zusammenstellung von Linuxkernel und Software, die mit einer
Installationsroutine versehen ist. Meist gehört zu einer Distribution noch
ein Handbuch, das in die grundlegenden Dinge einweist und auch Hardwarefragen
beantwortet. Ebenfalls oft Bestandteil einer Distribution ist ein kostenloser
telefonischer Installationssupport. Distributionen kosten um die hundert Mark
(einige sind billiger, andere etwas teurer). Mit diesem Geld bezahlt man die
Distributoren für das Zusammenstellen der Software, für das Handbuch
und für die Möglichkeit der Inanspruchnahme des Supports. Da Linux
aber unter der GPL steht, kann man sich auch völlig legal von der netten
Nachbarin (die mit den verkalkten Gläsern) eine Distribution ausleihen und
diese “mal eben” auf dem eigenen Rechner installieren.
Die
Entwicklungsgeschichte von Linux ist einzigartig, da es eigentlich erstaunen
muß, daß aus einem solchen Chaos ein derartig stabiles System
entstanden ist. Es gibt dazu einen Text von Eric Raymond in deutscher
Übersetzung, der aber dem Neuling an einigen Stellen vielleicht wenig
verständlich erscheinen wird. Für einige Linux-Anhänger ist aber
diese quasi-anarchistische Geschichte Linux’ ein ausschlaggebender Grund
für ihre Begeisterung. Für diese Anhänger hat die Arbeit mit
Linux auch etwas von politischer Arbeit. Für andere Anhänger ist
Linux einfach spannend, weil sie den kompletten Quelltext haben und nach
belieben “hacken” können. Wieder andere Fans waren schon immer
Unix-Freaks und haben mit Linux nun endlich ein preiswertes und superschnelles
Unix für zu Hause. Natürlich gibt es auch diejenigen, die Mausklicks
prinzipiell verachten und für eine Form des Analphabetismus halten, auch
diese fühlen sich auf einer Kommandozeilen-Shell unter Linux pudelwohl.
Dann gibt es Leute, die eine grundsätzliche Verachtung für Bill Gates
empfinden und Linux etabliert sich mehr und mehr als herausragendste
Alternative zu Windows. Wieder andere lieben Linux wegen seiner grossen
Transparenz. Dann gibt es natürlich noch diejenigen, die einfach die Nase
voll davon haben, daß ihnen ihr Rechner- Betriebssystem oft ohne
ersichtlichen Grund abstürzt (ohne Polemik: Jeder weiß wohl, wovon
ich rede :-)) und je weiter die Entwicklung von KDE fortschreitet und je mehr
Firmen ihre Software nach Linux portieren, desto bereitwilliger werden diese
Leute wechseln. Software-Riesen wie z.B. Star Division mit dem schon weit
verbreiteten Star-Office und Oracle sowie SAP sehen in Linux eine echte
Alternative. Im Anwendungsbereich InterNet WebServer dominiert die Kombination
Linux/Apache inzwischen den Markt. Kurz und gut, es gibt tausend und einen
Grund, sich für Linux zu begeistern.
Wie
der Name Installparty nun andeutet, können sich Interessenten und
Begeisterte mit fachkundiger Hilfestellung das Betriebsystem Linux auf ihren
mitgebrachten Rechnern installieren. Da die Anzahl der Installationsplätze
begrenzt ist, bitten wir um vorherige Anmeldung. Diese ist im Internet zu
finden unter
http://linux.inbremen.de.
Auch kann auf der Installparty vom Anfänger bis zum Profi gefachsimpelt
und ausprobiert werden. Dazu wird es verschiedenste Vorführungen und
Vorträge zu Linux für Anfänger und Profis geben wie z.B.: Das
Brennen einer CD unter Linux oder die Netzwerkfähigkeiten von Linux oder
das Programmieren unter Linux. Die Installations-Hilfestellung wird gegen einen
Obolus von 20,- DM ausgeführt. Der Eintritt für Besucher der
Installationsparty ist hingegen kostenlos. Wir freuen uns über jeden
Besucher.
Die
Bremer Linux-User-Group selber trifft sich jeden Sonntag Abend ab 19.00 Uhr in
der Gaststätte Minister in der Findorffstr. 114. Gäste sind dort
herzlich willkommen, außerdem gibt es eine Homepage unter der Adresse:
http://members.bremnet.de/jschulte
.
Noch Fragen oder Anregungen zur Installparty? Mail an:
linux-stammtisch-hb@gmx.de
oder ab zum Linux Stammtisch! (eb)
VERLOSUNG
Eine
CD-ROM für Schülerinnen und Schüler, die nie wieder Hausaufgaben
verspricht, ist schon ein verlockendes Angebot. Hinzu kommen noch 300 Ausreden
und Tips zum Thema Schummeln in der Schule. 15.000 Seiten Hausaufgaben,
Referate und Facharbeiten zu allen gängigen Themen zum einfachen und
schnellen Abschreiben.
Eine
Software also für alle, die in der Schule nicht gerade glänzen, die
Probleme haben und deren Zeugnissdurchschnitt kein elterliches, wohlwollendes
Lächeln hervorruft. Fünf dieser CD’s hat uns die Firma Innonics
freundlicherweise für eine Verlosung zur Verfügung gestellt.
Also:
Schickt, faxt oder mailt uns einfach eine Zeugniskopie aus dem Jahr 1998
(Diskretion wird gewährleistet) und die 5 schlechtesten Durchschnittsnoten
gehen bei uns als Gewinnerinnen oder Gewinner über die Zielgerade.
Computer
Anzeiger
Heidelberger
Str. 20, 28203 Bremen
Fax
0421/72240
ca@is-bremen.de
Mercenaries
of Astonia
Hinter
dieser “merkwürdig” erscheinenden Überschrift (in unserer
Sprache lautend: Söldner von Astonia) verbirgt sich das erste graphische
Online-Rollenspiel Norddeutschlands.
Wer
sich an diesem Spiel beteiligt, muß bereit sein, in das Reich von Astonia
- einer Fantasywelt einzutauchen. Die Spieler am Computer zuhause,
schlüpfen sodann in die Rollen von Söldnern, Rittern, Magiern, oder
Echsenmenschen. Hier werden dem jeweiligen “Streiter” Aufgaben und
Rätsel gegeben, welche es zu lösen heißt. Natürlich gibt
es, wie in jeder richtig schönen Fantasygeschichte, das Böse,
vermittelt durch Widersacher - ein finsterer Gott und seine üble
Priesterschaft versuchen, die Herrschaft zu übernehmen, was es tunlichst
zu unterbinden gilt.
Dieses
neuartige Rollenspiel ist seit dem 3.1.1999 in die Testphase gegangen. Hier der
Hinweis von den Erfindern, mit kleinen Fehlern muß zur Zeit noch
gerechnet werden, diese sollen aber alsbald ausgebügelt sein. Jede oder
jeder, der Interesse an solch einer Art von Vergnügen hat, kann gerne
einmal unter
http://www.astonia.com
vorbeischauen und sich nähere Informationen einholen. Einzige Bedingung:
sind Englischkenntnisse.(eb/ma)