Speakers Corner
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Brenner-Anschluß
So
einen “Rohling” braucht man, um CDs zu “brennen”.
Flachkabel
(intern): z.B. links SCSI, 50 polig (es gibt noch breitere - 68 polig), rechts
IDE, 40 polig.
Der
Stecker für externe Geräte - hier von einem SCSI-2-Adapter (50 polig).
Externe
SCSI-Geräte haben meist einen Dip-Schalter für die SCSI-ID und zwei
Anschlüsse (Eingang und Ausgang - zum nächsten Gerät oder
Endwiderstand). Manche externen Geräte können auch durch einen
Schalter terminiert werden (wenn es das letzte Gerät in der Kette ist).
Interne
SCSI-Geräte haben meist Jumper zur SCSI-ID-Einstellung, auch die
Endwiderstände sind noch häufig auf der Geräteplatine zu finden.
Diese können bei Bedarf rausgezogen oder aufgesteckt werden.
In
der letzten Ausgabe habe ich Ihnen unter der Überschrift “The never
ending Story” einen Überblick über den Verlauf der
Kartell-Klage gegen Bill Gates (Microsoft) gegeben. Dieser Kartellprozess
läuft im übrigen immernoch, es werden weiterhin Zeugen vernommen und
Fakten geprüft.
Microsoft
hat im bisherigen Verfahren argumentiert und behauptet, daß der Internet
Explorer ein fester Bestandteil von Windows98 sei. Wenn man diesen Browser
entfernen würde, dann wäre dieses Betriebssystem nicht mehr
funktionsfähig. Wortwörtlich erklärte Mark Murray, Sprecher von
Microsoft, ganz klar: “Sie können den Web-Browser nicht aus Windows
98 entfernen.”
Interessant
war dagegen, daß der Wissenschaftler Edward Felten während das
Kartell-Prozesses binnen einer halben Stunde allen Anwesenden das Gegenteil
zeigte. Zusätzlich wurde ein Video gezeigt, indem Händler und Kunden
den Internet Explorer, unter Zuhilfenahme eines speziellen
Deinstallationsprogramms, ebenfalls erfolgreich aus Windows98 entfernt haben.
Damit
wurde klar demonstriert, daß Windows98 auch ohne einen integrierten
Browser (Internet Explorer) hätte ausgeliefert werden können. Soweit
erstmal die vorhandenen Informationen zum Kernpunkt der Kartellklage,
erstaunlich, wie leicht Behauptungen ausgehebelt bzw. enthauptet werden. Es
sieht so aus, als stünde so manche Enthüllung bevor.
Kommen
wir nun wieder in unsere Gefilde, nach Deutschland - nach Bremen. Jetzt, da
Weihnachten schon zwei Monate her ist, kristallisierte sich für mich bei
einigen Gesprächen mit Kunden und im Bekanntenkreis eines heraus - der
Geschenkehit schien dieses Jahr ein
CD-ROM-Brenner
gewesen zu sein. Haben Sie vielleicht auch einen bekommen? Ist ja auch
‘ne schöne Sache so’n Brenner, kann man doch jetzt seine
eigenen “Sicherheitskopien” von Programmen und Spielen machen, die
auf CD geliefert wurden.
Den
Weg durch den Dschungel der angebotenen Geräte kann eigentlich keiner so
richtig weisen. Da steht in der einen Zeitschrift, der CD-Brenner
“XY” ist auf Platz 1 und unschlagbar im
Preisleistungsverhältnis, und in der anderen Zeitschrift wird der Brenner
“ZZ” über den Klee gelobt - das Gerät “XY”
kam hier nur auf den 5. Platz. Wer hat nun recht? Welcher Test ist der Test,
dem man trauen kann? Ich kann Ihnen das auch nicht beantworten. Mein Tip ist,
sich einen Händler Ihres Vertrauens zu suchen (falls Sie ihn nicht schon
haben), und fragen Sie Ihn, welches Gerät für
Ihre
speziellen Anwendungsbereiche
gut wäre (z.B. Musikaufnahmen oder Computerdaten). Lassen Sie sich nicht
nur durch irgendwelche Leistungstests überreden, einen Brenner zu kaufen.
Das Ding muß ja keinen Wettbewerb gewinnen, sondern es soll in der Regel
die Arbeiten gut ausführen, die Sie haben möchten - und das zu einem
vernünftigen Preis-/Leistungsverhältnis.
Um
Ihnen einen kleine Hilfe im Umgang mit den doch in der EDV-Branche so beliebten
Abkürzungen zu geben, hier die wichtigsten
“Buchstabenkombinationen” und Erklärungen.
CD-ROM
steht für
Compakt
Disc
-
Read
Only
Memory.
Das sind die begehrten Silberscheiben (optische Datenträger) die mit
entsprechenden CD-ROM-Laufwerken
nur
gelesen
werden können, z.B. eine Musik CD. Diese Datenträger haben einen
Durchmesser von 12 cm und bestehen aus Kunststoff mit einer spiegelnden
Oberfläche, die nicht nur Silber (von “Silber”-Scheiben),
sondern auch andere Farben haben können.
Im
Gegensatz zu den CD-ROMs, die nur gelesen werden können, gibt es auch
CD-R
(
Compakt
Disc
-
Recordable).
Hiermit werden CD’s gekennzeichnet, die mit einem CD-Recorder - oder im
Sprachgebrauch “CD-Brenner” - nur einmal beschrieben werden
können. Damit entspricht die CD-R im Prinzip dem
WORM
(
Write
Once
Read
Multiple
= einmal beschreibbar oft lesbar). Bei dieser Technik handelt es sich um einen
opto-mechanischen (optisch und mechanisch) Speicher, der mit einem
energiereichen Laserstrahl die Daten in eine schnell rotierenden Platte (CD-R)
digital einbrennt. Dieser Vorgang ist nicht wieder rückgängig zu
machen, die CD-R kann
nur
nur einmal geschrieben
werden. Die eingebrannten Daten können dann mit einem ganz normalen
CD-ROM-Laufwerk - das einen wesentlich schwächeren Laserstrahl hat,
beliebig oft ausgelesen werden.
Auf
so eine CD-R passen 650 Megabyte oder 74 Minuten Musik. Es gibt auch
überlange CD-Rs, die eine Kapazität von 700 Megabyte und ein
Musikvolumen von 80 Minuten haben. Allerdings muß der
“Brenner” auch die Funktion haben, dieses umsetzen zu können.
Von
den CD-Systemen ist
CD-RW
(
Compakt
Disc
-
ReWritable)
wohl das begehrenswerteste. Im englischen heißt ReWritable
“wiederbeschreibbar”. Das sind spezielle CDs, die mit einem
entsprechenden CD-RW-Recorder beschreibbar, les- und löschbar und
wiederbeschreibbar sind. Also ähnlich wie man es von einer normalen
Diskette gewohnt ist. Sowohl der CD-RW-Recorder, als auch die CD-RW-Medien sind
natürlich teurer als die normalen CD-R - der Nutzen ist hier auch
wesentlich höher, da die “Scheiben” öfter mit neuen Daten
beschrieben werden können.
Übrigens,
die unbeschriebenen, also leeren CD’s (CD-R und CD-RW) werden auch als
“Rohlinge” bezeichnet.
Die
hier erwähnten Brenner-Laufwerke, sowohl CD-R als auch CD-RW Systeme,
können sowohl mit einer
IDE
(
ATAPI)-
als auch mit einer
SCSI-Schnittstelle
(Bus) ausgestattet sein.
IDE
ist
die Abkürzung für
Integrated
Disk
Electronics,
dieses Interface entstand auf Initiative von Compaq im Jahre 1984. Es bedeutet
eigentlich nichts anderes als “eingebaute Laufwerkselektronik”. Die
IDE-Schnittstelle ist mittlerweile zum Standard ausgereift und in den meisten
modernen Rechnern zu finden - die neueren Computersysteme haben sogar gleich
zwei von diesen Schnittstellen auf dem Motherboard (Primary Master/Primary
Slave und Second Master/Second Slave). Es können hier bis zu vier
Laufwerke (z.B. Festplatten, CD-ROM, CD-R, CD-RW, Streamer,
Wechselplattenlaufwerke etc.) angeschlossen werden.
Eben
haben wir die IDE-Schnittstelle als
Interface
bezeichnet, nun noch ein paar Worte zur Definition: Ein Interface ist eine
Übergangs- bzw. Verbindungsstelle zwischen Bauteilen, Schaltkreisen und
Programmen (hier spricht man von Software-Interface). Über ein Interface
erfolgt der Austausch von Daten und durch spezielle Interfaces kann man
Schnittstellen unterschiedlicher Normen miteinander verbinden.
Die
Abkürzung
ATAPI,
die auch im Zusammenhang mit CD-R und/oder CD-RW - und natürlich auch mit
ganz normalen CD-ROM-Laufwerken - oft zu lesen ist, bedeutet
Advanced
Technology-Atachment-Packet-Interface.
Dies ist eine Schnittstelle, mit der z.B. ein CD-ROM-Laufwerk an einen
IDE-Hostadapter angeschlossen werden kann. Von der Hardwareseite entspricht
ATAPI dem IDE-Standard. Einzig von Seiten der Software gibt es große
Unterschiede. Der Vorteil von ATAPI liegt darin, daß ein CD-ROM-Laufwerk
mit dieser Schnittstelle einfach parallel zur bereits vorhandenen
IDE-Festplatte installiert werden kann. Da diese Schnittstelle auch
kostengünstiger ist als beispielsweise eine SCSI-Schnittstelle,
können ATAPI-Laufwerke wesentlich günstiger produziert und angeboten
werden.
Jetzt
kommen wir zu dem professionellen System, nämlich
SCSI
(wird “SKASI” ausgesprochen) und bedeutet
Smal
Computer
System
Interface.
Hierbei handelt es sich auch um eine “Bus-Schnittstelle” zur
Datenübertragung, die sehr schnell ist. In den seltensten Fällen
findet man ein SCSI-Adapter direkt auf dem Motherboard integriert, ganz im
Gegensatz zu den o.a. IDE-Schnittstellen. In der Regel braucht man zur
Installation von SCSI-Geräten eine SCSI-Host-Adapter-Steckkarte, die in
einen freien Slot des Rechners eingesetzt wird.
Entgegen
der vorherrschenden Meinung handelt es sich bei einem SCSI-Host-Adapter nicht
um einen Controller. Bei dem SCSI-System befindet sich die
“Controllerintelligenz” auf dem jeweiligen Gerät (Device). So
können beispielsweise Festplatten, Wechselfestplatten z.B. JAZ, Syquest),
Streamer, Scanner, Digitalkameras oder CD-ROM - auch CD-R und CD-RW-Laufwerke
zusammen angeschlossen werden. SCSI ist derzeit die schnellste Verbindung zu
allen diesen verschiedenen Geräten.
Da
SCSI ein vom übrigen PC getrennter Bus ist, können weitere
Geräte ohne Umkonfiguration des PCs angeschlossen werden. Keine Probleme
mehr mit
DMA-Kanälen
(
Direct
Memory
Access
= direkter Speicherzugriff, ein Datenübertragungsverfahren, bei dem der
Datentransfer ohne die CPU erfolgt)
IRQs
(
Interrupt
ReQuest
= Unterbrechnungsanforderung) etc. - lediglich die
SCSI-ID
muß eingestellt werden und das letzte Gerät in dem Leitungsstrang
muß einen Endwiderstand haben - aber dazu später mehr.
Bei
der rechnerinternen Verkabelung werden, wie auch bei dem IDE-System, sogenannte
Flachbandkabel verwendet - die bei SCSI allerdings etwas breiter sind.
Externe
Geräte
,
wie z.B. Scanner, werden am entsprechenden SCSI-Stecker des Host-Adapters
angeschlossen. Externe Geräte besitzen zwei Anschlüsse, damit jeweils
ein weiteres Gerät daran angeschlossen werden kann. Denn wie bei anderen
Bus-Systemen üblich, werden alle Geräte als “Kette”
angeschlossen, d.h. die Verbindung läuft von einem Gerät zum
nächsten und zum nächsten und zum nächsten etc..
Da
es, wie oben schon beschrieben, keine IRQs und DMA-Kanäle gibt, muß
jedes Gerät am Bus eine eindeutige Adresse - die
SCSI-ID
- haben. Diese wird an jedem Gerät für sich eingestellt. Die
Einstellung erfolgt entweder über Miniaturschalter (DIP-Switch) oder
Steckbrücken (Jumper). Der Host-Adapter sollte im Normalfall die ID 7
erhalten, die erste Festplatte bekommt die ID 0. Alle weiteren IDs können
beliebig vergeben werden. Ganz wichtig hierbei ist, daß keine Nummer
doppelt vorkommt.
Mit
dem SCSI-3-System (Ultra-SCSI) wurde SCAM (
SCSI
Configured
AutoMatically)
eingeführt, welches die automatische Vergabe von SCSI-IDs vornimmt.
Allerdings ist die Benutzung dieser Funktion den Herstellern überlassen,
nicht jedes Ultra-SCSI Gerät verfügt aus diesem Grund über diese
Funktion.
Spezifikation Bustakt 8-Bit
(Narrow)
Extern
8-Bit
16-Bit
(Wide)
Extern
16-Bit
max.
7 Geräte
max.
16 Geräte
SCSI-1
05
MHz
55
MB/Sek.
Centronics nicht
verfügbar
nicht
verfügbar
50P
Fast-SCSI High
Density
High
Density
(SCSI-2) 10
MHz
10
MB/Sek.
50P 20
MB/Sek.
68P
DB-50
Mini
DB-68
Mini
SCSI-3 High
Densi
High
Densi
(Ultra
SCSI)
20
MHz
20
MB/Sek.
50P 40
MB/Sek.
68P
DB-50
Mini
DB-68
Mini
Ultra2
SCSI
High
Density
High
Density
(LVD
*4)
40
MHz
40
MB/Sek.
50P 80
MB/Sek.
68P
DB-50
Mini
DB-68
Mini
Nicht
minder wichtig ist das Setzen des Endwiderstandes - auch
Terminierung
genannt. Hierunter versteht man den elektrischen Abschluß der
Leitungskette (Bus). Damit ist auch schon klar, wie dies geschehen muß:
Terminiert werden immer die letzten Geräte an der Leitungskette.
Wenn
nur interne Geräte verwendet werden und kein externes Gerät
angeschlossen ist, so muß der SCSI-Adapter terminiert werden (ebenso wenn
kein internes Gerät angeschlossen wäre). Die neueren SCSI-Adapter
können dies meist automatisch erkennen und erledigen.
Verwirren
können aber auch die SCSI-Spezifikationen, weil es für die gleichen
Normen verschiedene Bezeichnungen gibt. Zusammenfassend kann man sagen,
daß es nur vier verschiedene Normen (siehe auch Tabelle, oben) gibt:
SCSI-1,
SCSI-2
(=Fast-SCSI),
SCSI-3
(=Ultra-SCSI) und
Ultra2-SCSI,
wobei außer SCSI-1 alle in einer Narrow (8-Bit)- sowie einer Wide
(16-Bit)-Ausführung existieren. Also so schwierig ist das gar nicht - oder?
Es
gibt natürlich vviieell mehr über CD-R, CD-RW, IDE, ATAPI und SCSI zu
sagen bzw. zu schreiben, aber es sollten hier ja auch nur einige Tips und
Hintergrundwissen vermittelt werden, damit man beim Kauf des Brenners nicht in
“ganz so kurzen Hosen” dasteht.
Meine
Empfehlung zum Schluß: Wenn Sie nicht professionell mit einem CD- oder
CD-R-Laufwerk arbeiten und Sie einen Rechner besitzen, der nicht auf ein
SCSI-System aufbaut, reicht ein IDE-(ATAPI)-Gerät allemal. Es ist auch
günstiger.
Wenn
Sie jedoch einen “SCSI-Rechner” haben, ist es natürlich keine
Frage, da sollte auch ein Brenner mit SCSI-Anschluß rein.
Ihr
Jumper
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