Ausgabe 01/99
Game
Corner
QIN
12a
ohne
Titel
Der
erste chinesische Kaiser Qin Shi Huangdi einte im Jahre 221 vor Christus mit
grausamer Härte und Strenge sein zerstrittenes Volk. Teile dieser
Qin-Dynastie (gesprochen “Dsching”) fand man erst 1974
zufällig bei Ackerarbeiten: Das Grab des Herrschers und die berühmte
Terrakotta-Armee mit ihren rund 7.000 Kriegern - wobei keiner dem anderen
gleicht.
In
diesem “Spiel” kann man einen der großartigsten und
unerforschtesten archäologischen Orte, die Grabstätte des ersten
Kaisers von China, Qin Shi Huangdi, erforschen. Es sollen wohl so um die
750.000 Menschen gewesen sein, die vor mehr als 2000 Jahren den Palast des
Todes errichtet haben. In einer Geschichte voller Fallen und Rätsel
schlüpft der Spieler in die Rolle des Forschers, der im Jahre 2020
beauftragt wird, das Geheimnis des Grabes zu lüften.
Auf
dem Weg durch das Grab des grausamen Herrschers gibt es mystische Orte. Es
treten immer neue Fragen und unerklärliche Situationen auf. Nicht nur
durch das Forschen in Bibliotheken und das Kombinieren von historischen Fakten
wird es möglich, die Zeichen zu enträtseln, um vielleicht als
einziger lebender Mensch, die Grabkammer wieder verlassen zu können.
Qin
besticht durch die Fotorealistische Darstellung vom Inneren des Grabes. Die
zahlreichen Rätsel sind auf der Basis der chinesischen Kultur und
Archäologie umgesetzt worden. Schriftzeichen, die sich in der Grabkammer
befinden, können durch den Online-Dolmetscher übersetzt werden.
Für die Navigation durch die Gänge wird dem Spieler eine Karte und
ein Kompaß bereitgestellt. Die Musikuntermalung ist etwas
gewöhnungsbedürftig, da es sich hierbei ebenfalls um authentische
Musikinstrumenten aus dieser Zeit handelt, aber es gehört nunmal dazu und
kann auch bei Bedarf abgeschaltet werden.
Das
Spiel ist für 89,90 DM im Fachhandel erhältlich (hi)
—————
Dynasty
General
12b
ohne
Titel
12c
ohne
Titel
12d
ohne
Titel
Wer
noch nicht genug hat, nach den täglichen Nachrichten, der kann sich dann
an den PC setzen und mal eben ein wenig Krieg spielen. Läuft “die
Kiste” dann, dröhnen Düsenjets, rollen Panzer - der virtuelle
Krieg der Zukunft spielt auf dem HighTech-Schlachtfeld in Südostasien. Mit
Dynasty General, dem Nachfolger des hexfeldbasierten Spiels PanzerGeneral 3D,
möchte die Firma Mindscape ein Strategievergnügen präsentieren.
Wir
schreiben das Jahr 2005. Taiwan hat gerade seine Unabhängigkeit von der
angehenden Supermacht China erklärt. China schlägt zurück, um
die angestammte Vormachtstellung in Asien zurückzuerlangen. Mit der
Schnelligkeit und Stärke eines Drachen besetzt die Supermacht weit mehr
Land, als sie vorher beherrschte. Die westliche Welt schließt sich zu
einer gemeinsamen Allianz zusammen und reagiert auf diesen Angriff
natürlich mit einem gewaltigen Vergeltungsschlag. Von Sibirien über
Südost-Asien, vom Ural, der Ukraine bis auf die Koreanische Halbinsel
erstreckt sich das Kampfgebiet. 19 Nationen werden in diesen Krieg verwickelt
und kämpfen mit neuesten HighTech-Waffen gegen die chinesische
Großmacht.
Dynasty
General ist ein rundenbasiertes Strategiespiel für PC. Der Spieler agiert
als befehlshabender General entweder auf chinesischer Seite oder kommandiert
die Truppen der Westlichen Alliierten. In Einzelszenarien kann der Spieler
erste Strategien und Kommandos erproben und Kampferfahrung sammeln. Wagt er
sich dann an die Kampagnen, stehen ihm acht Feldzüge mit bis zu 18
Missionen zur Auswahl.
Die
verzweigenden Kampagnen weisen variable Schwierigkeitsgrade auf, die Skala
reicht von “leicht” bis “herausfordernd’. Der Spieler
kann mit dem neuen Task-Force-System seine Truppen selbst zusammenstellen. Mit
schnellen Schritten können die Einheiten je nach Kampfstärke in das
gegnerische Kampfgebiet vorrücken. Besonders die Helikopter stellen dabei
eine Geheimwaffe dar. Mit einer Reichweite von 30 Hexfeldern überwinden
sie gegnerische Stellungen und greifen blitzschnell aus dem Hinterhalt an. Auch
Infanterie und Artillerie haben ihr Tempo verschärft. Durch die
Ausrüstung mit Fahrzeugen und die Beförderung der Mannschaft mit
Hubschraubern können die Truppen schnell zu verschiedenen Stellungen
transportiert werden. Das Tempo und die Mobilität der Truppen steigern die
Dynamik des Gefechtsverlaufs und konfrontieren den Spieler mit immer neuen
Überraschungsangriffen.
Alle
wichtigen Spieloptionen sind mittels Buttons am rechten Bildschirmrand
erreichbar. Die handgerenderten 16-Bit Landkarten und die moderne 3-D
Oberfläche erzeugen ein realistisches Szenario und bieten somit eine gute
optische Darstellung. Wem das Spiel gegen einen Computergegner nicht reicht,
kommt über LAN und Internet im Multiplayer-Modus auf seine Kosten. Bis zu
vier Spieler und Spielerinnen können gegen- und miteinander antreten.
(eb/ma)
—————
NBA
Live 99
12e
ohne
Titel
Einmal
Jorden, Rodman und co. unter die Arme greifen, ein Traum, der sich mit
Computerspielen erfüllen läßt. Daß EA-Sports hier die
Nase vorn hat, ist wahrscheinlich den meisten bekannt und mit NBA Live 99 zeigt
Electronic Arts der Konkurrenz mal wieder, wer der beste Sportspieleentwickler
ist.
Mit
der 99er Lizenz ausgestattet wagt sich Electronic Arts ins
Sportspielgetümmel, und was einem als erstes auffällt ist die
phantastische Grafik. Die Spieler sind perfekt animiert, die weichen Bewegungen
muß man gesehen haben. Mit Spiegel- und Lichteffekten wird hier nicht
gegeizt und die Grafik wirkt wie aus einem Guss.
Alles
ist vorhanden, um einen in ein Originalgeschehen versetzen zu können - vom
Fangeräusch über Musikuntermalung, bis hin zu Soundeffekten. Alles
paßt sehr gut zusammen, bietet eine realistische Klangkulisse und ist
wohl im NBA-Spielbereich unerreicht. Auch das Gameplay nebst Steuerung ist fast
perfekt. Die Gegner verhalten sich intelligent, die Spieler lassen sich auch
mit Tastatur gut beherrschen. (Gamepads sind natürlich ungeschlagen.)
Also
virtuelle Realität? Schon fast, nur in der schweißtreibenden
Realität braucht man keine 3Dfx-Karten, um Basketball in seiner ganzen
Pracht zu genießen, denn entweder Auflösung + Details runter, oder
eine Ruckelorgie anschauen, die man nicht lange ertragen kann. Das Spiel NBA
Live 99 benötigt Pentium 166 (Pentium II 266 empfohlen) 16 MB RAM (32 MB
empfohlen) ein 8x CD ROM Laufwerk zwischen 19 und 468 MB auf der Platte und
für die wirkliche Grafikpracht einen guten 3D Beschleuniger.
Aber
auch ohne eine 3D Karte bleibt NBA Live 99 meiner Meinung nach wohl der
Referenztitel im Basketballbereich und ist jedem EA Sports- und NBA Fan zu
empfehlen.
FSK:
ohne Altersbeschränkung
Testmuster
zur Verfügung gestellt von GAME WORLD, Computerspiele-Vertriebs GmbH ,
Tester: Alexander Rosenke