Ausgabe 12/98

Inhaltsverzeichnis



Bremen und Umzu


Ort der Kommunikation - Neues Internetcafé im Viertel


Viel Platz gibt es im Internetcafé - u.a. auch als Ausstellungsfläche


An 12 Rechnerplätzen besteht die Möglichkeit, weltweit zu surfen


Wer einmal nicht am Rechner sitzt, kann seine Erfahrungen im Cafébereich diskutieren

Man betritt ein Café und hat erst einmal das Gefühl, man stehe in einem Großraumbüro. Tastaturengeklapper empfängt einen beim Eintritt in die Räumlichkeiten des Internetcafés Lift in der Weberstraße im Viertel. Die 12 Computerplätze sind bereits kurz nach dem Öffnen (täglich 15.00 Uhr außer Dienstags) belegt. Die geschäftstüchtig erscheinende Geräuschkulisse täuscht, beherrscht aber den großen Raum, da erscheint das Geräusch des Barkeepers bei der Cafézubereitung doch eher nebensächlich und trotzdem spürt man das nette Ambiente, welches hier herrscht. Dieses ist den Initiatoren wichtig - der Ort der Kommunikation soll schwerpunktmäßig am PC sprich im Internet vollzogen werden, er soll aber auch eine Kommunikation der Begeisterten untereinander hervorrufen. Hilfe, Informationsweitergabe, Einführungen, Hinweise etc. sollen keine Fremdwörter sein.
Niemand kann bisher abschätzen, ob und in welchem Ausmaß das Thema Internet unser Leben beeinflussen wird. Vielleicht wird es vergleichbar sein mit dem Thema Buchdruck und/oder Fernsehen. Auf alle Fälle macht es Wissen in bisher größtem Ausmaß verfügbar. Der brainlift e.V. möchte in Bremen ohne wirtschaftliches Eigeninteresse einen Beitrag dazu leisten, die Option des Kultur- und Meinungsaustausches zu stützen. Ein Beitrag dazu ist das Internetcafé. Mit einem Jahresbeitrag von lediglich 10,- DM kann jeder, der mag, täglich bis zu 3 Stunden auf einem der Rechnerplätze ins Internet gehen. Wer zusätzlich eine eigene eMail-Adresse wünscht, muß 30,- DM als Jahresbeitrag bezahlen. Aufgrund der großen Resonanz ist mittlerweile eine rechtzeitige Reservierung der Arbeitsplätzen erforderlich.
Ganze zwei Jahre sind von der Idee bis zu deren Verwirklichung vergangen. Vormals befand sich in der großen Räumlichkeiten in der Weberstraße 18 ein Fahrradgeschäft. Für das Internetcafé wurde damals eine Konzession genehmigt, was zu vielerlei Diskussionen führte. Bestehende Ängste und Bedenken der Anwohner wurden und werden ernst genommen und konnten durch Gespräche und Toleranz beider Parteien aus dem Weg geräumt werden. Nach Angaben haben sich bereits einige Anwohner zu einer Mitgliedschaft entschieden und sind nun regelmäßig an den Rechnern zu finden. Hier soll nun nicht mehr wie daheim die Einzelperson vor dem Rechner sitzen, sondern ein Gemeinschaftsgefühl hergestellt werden. Sozusagen mal eben ein Gespräch über die Tastatur hinweg. Für alle, die mit dem Thema Internet bisher noch nichts am Hut hatten, stehen Ansprechpartner zur Verfügung und werden in regelmäßigen Abständen auch Einführungskurse angeboten werden.
Aber auch die andere Seite der Medienwelt soll unterstützt werden. Mit wechselnden Ausstellungen sollen die Wände des Café’s verschönert werden. Für weitere Ideen sind die Betreiber offen und dankbar.
Informationen und Anmeldungen: unter Telefon 0421/77450, hallo@brainlift.de, Weberstraße 18, Öffnungszeiten, Mo - So. 15.00 - 0.00 Uhr, Dienstags Ruhetag



—————



Ein Medium für den Mittelstand

In der Oktober-Ausgabe von Wirtschaft in Bremen gab es unter dem Thema Werbung und Kommunikation einen Bericht über die Problematik: Mittelstand und Öffentlichkeitsarbeit. „ Werbemittel statt Pressemitteilungen, schlechte Kontakte zu den Medien - viele mittelständische Unternehmen verschenken die großen Potentiale der Pressearbeit ”.
Hier möchten wir in eigener Sache noch einmal darauf hinweisen, daß der Computer Anzeiger sich in dieser Beziehung als geeignetes Mittel anbietet. Wir sind seit über 10 Jahren ein Bindeglied zwischen Mittelstand und Endverbraucher, sind Informationsquelle und Sprachrohr zugleich. Gerade durch das spezielle Einzugsgebiet sowie dem auf hauptsächlich Elektronik fixierte Inhalt, besteht beim Computer Anzeiger die Möglichkeit, Kunde und Lesern regional relevante Informationen und spezielle Angebote zu unterbreiten. Wer darüber hinaus seine Informationen über den Tellerrand gerichtet wissen möchte, dem sei gesagt, daß der CA auch im Internet weltweit zu lesen ist.
Angst vor dem Verfassen von Texten erweist sich häufig als Hindernis. Mit den „berüchtigten” Pressemappen ist es leider nicht getan - „... die mühselige Suche nach sachgerechten Presseinformationen endet für den Journalisten oft mit einem halbfertigen Artikel im Papierkorb”. Informationen sind für alle von Interesse, nur muß man sie bekommen. Also keine Scheu und informieren Sie uns. Zu erreichen sind wir per Telefon unter 0421/703583 oder Fax 0421/72240 oder eMail ca@is-bremen.de. (ma)



—————



GERONIMUS und DiBIS in der Hansestadt Hamburg

Die Firma megatel Informations- und Kommunikationssysteme GmbH aus Bremen macht sich langsam in Hamburg „breit”. Allerdings nicht was die Räumlichkeiten angeht, sondern mit ihren Ideen.
Mit dem Projekt „ Grundwasser-Erfassungs-Online-Informations-Management- und Analyse System” (kurz: GERONIMUS) ist es der Firma gelungen, in der Umweltbehörde der Freien Hansestadt Hamburg in nur drei Monaten ein Großrechnersystem durch eine GIS-Datenbanklösung auf Client-Server-Basis zu ersetzen. Dieses System bringt nun eine Verknüpfung des firmeneigenen Geographischen Informationssystems visor mit einer passenden Datenbanklösung. In der Hamburger Umweltbehörde laufen nach Angaben monatlich 4.000 Informationen von rund 7.000 Meßstellen über die Grundwassersituation zusammen. Trinkwasser wird hier vollständig aus dem Grundwasser gewonnen. Inzwischen steht ein Datenbestand von mehr als 1,9 Millionen Wasserstandsdaten und 600.000 Beschaffenheitsdaten des Grundwassers digital zur Verfügung. Mit GERONIMUS können nun angeblich sämtliche Daten- und Kartenbestände sowie das komplette gewässerkundliche Archiv per Mausklick auf dem Bildschirm dargestellt, ausgewertet und bei Bedarf ausgedruckt werden. Der softwareseitige Clou des neuen Informationssystems soll die Verbindung des kartographischen Teils mit der Grundwasserdatenbank sowie der Möglichkeit der Datenextraktion aus der Datenbank sein.
Als nächstes folgt DiBIS ( Direktes Bürger-Informations-System). Mit diesem System erhalten interessierte Bürger Hamburgs Informationen über die Dienstleistungen der Hamburger Bezirksämter und anderer öffentlicher Einrichtungen. U.a. erfährt der Neugierige, wann die Behörde geöffnet hat und ob bestimmte Unterlagen für die Bearbeitung mitgebracht werden müssen. (ma)
Informationen: megatel GmbH, Telefon 0421/22095-0, http://www.megatel.de