Endlich braucht man keine Videospiel-Konsole mehr, um seine Leidenschaft für japanische Rollenspiele zu fröhnen. Final Fantasy VII gab es ja bekannterweise bereits auf der Playstation und hat auch den einen oder anderen SNES-Spieler zum Kauf einer Sony Konsole verleitet. Doch wer im Besitz eines Handelsüblichen PCs ist (s.u.), kann sich von Final Fantasy und seinem Neotechno-Fantasy Look in den Bann ziehen lassen.
Nun könnte man meinen, daß Manga-Stil und A-Team-Ambiente trotz des unergründlichen Tiefgangs und dem Langzeit-Spielspaß den erwachsenen Spieler zurückschreckt. Doch halt...
Nach dem grandiosen Intro, hat man erstmal Überblick über die Story bekommen. Sie schlüpfen in die Rolle von Cloud Strife, einem ehemaligen Soldaten des großen Shinra-Konzerns. Cloud ist der Widerstandsgruppe Avalance als Söldner beigetreten. Anfangs ohne großes Interesse... Avalance führt einen Krieg gegen den Konzern und die herrschende Klasse der auf Riesensäulen schwebenden Stadt Midgar. Die im Luxus lebende Shinra-Herrscherklasse kontrolliert die Slums unter ihr, Macht und Wohlstand verdankt sie der Mako-Energie.
Alle vier Kontinente der Spielewelt werden von dem Machtfressenden Konzern kontrolliert. Avalance will u.a. einen der Reaktoren, die den Mako-Lebenssaft aus dem Planeten saugen, zerstören. Neben den Avalance-Rebellen hat Shinra noch ein zweites Problem: Ihr ehemaliger Superkämpfer Sepiroth ist offensichtlich durchgeknallt. Auf der Suche nach seiner Bestimmung zieht er durch die Kontinente und läßt eine Spur der Verwüstung hinter sich.
Nachdem Sie am Anfang schon wichtige Personen kennengelernt und die ein oder anderen Informationen ausgetauscht haben, erleben Sie schon die ersten Kämpfe, besiegen ihren ersten Boß-Gegner und sprengen den Reaktor in die Luft.
FF7 legt so viel Wert auf die Handlung wie kaum ein anderes Spiel. Diese wird über Textkasten-Unterhaltungen oder von (teils sehr langen) aufwendigen Zwischensequenzen erzählt. Nach einigen anfänglichen Abenteuern in Midgar beginnt man mit der Verfolgung Sephiroths, wobei man nie sicher ist, auf welcher Seite sie eigentlich stehen. Offensichtlich wurden alle Ihre Erinnerungen manipuliert.
Bis zu zwei Kämpfer begleiten Sie stetig auf Ihrer Reise. Überzählige Charaktere werden in Reserve gehalten und können an bestimmten Punkten ausgewechselt werden. Bei Konflikten wird automatisch in den Schlachtmodus umgeschaltet. Hier verbirgt sich ein rundenweise und unter Zeitdruck ablaufendes Kampfsystem mit Nahkämpfen, Zaubersprüchen und Spezialaktionen. Besonders das Magiesystem ist sehr Komplex. Waffen haben sogenannte Schächte, wo Materia einfügt werden kann. Von diesen Materia gibt es so ca. 80 Typen, die auch noch zusammen kombiniert werden können.
Bevor man nun das Spiel installiert, sollte man sich vergewissern, daß man einen schnellen Rechner zuhause hat. Denn ohne 3D-Beschleunigerkarte benötigt FF7 mindestens einen P233 mit 32 MB RAM. Damit das Spiel gut läuft, sollte P200 mit möglichst 64 MB RAM und 3D-Karte zur Verfügung stehen.
FSK: ab 12 Jahre
Testmuster zur Verfügung gestellt
von GAME WORLD
Computerspiele-Vertriebs GmbH
Tester: M. Rauhut.
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Wir befinden uns mal wieder in der Zukunft (2067). Es gibt mal wieder eine Alienbedrohung und ein paar Saubermänner, die die Aliens besiegen wollen. Klingt bis jetzt wenig innovativ. Das einzige, was anfangs innovativ erscheint, ist das Genre: eine Mischung aus Echtzeitstrategie und Weltraumballerei. Doch als erstes versuche ich, die etwas komplizierte Geschichte zu durchleuchten.
Nach einigen Ufo-Sichtungen auf der Erde greifen die Aliens im Jahre 1999 an. Der erste Alienkrieg bricht aus (AK1). Nach drei Jahren kann das X-Com Team, das zwischenzeitlich gegründet wurde, die Welt retten. Doch die Aliens verschwanden nicht einfach so. Sie hinterließen eine Energiequelle namens Elerium 51. Doch diese geriet genau wie die X-Com-Einheit mehr und mehr in Vergessenheit, als die Welt vor den Aliens sicher schien - bis zum zweiten Alienkrieg (AK 2) von 2041-2046.
Nach diesem Krieg bemerken die Menschen die Wichtigkeit von X-Com und Elerium 51, ohne das man keine Laserwaffen betreiben kann. Also nehme man sich ein paar Raumschiffe, durchsuche den Weltraum nach Elerium 51 und fertig ist das Computerspiel, denn genau hier wird man selber aktiv. Das Ziel des Spiels ist es, die Betriebe im Grenzbereich (äußerer Weltraum) vor den außerirdischen Eindringlingen zu schützen.
Grafisch setzt X-Com keine Maßstäbe. Der Strategiebildschirm (um Raumschiffe auszurüsten etc.) wirkt etwas altbacken und der Einsatzschirm besticht mit traurig wenigen, undetaillierten Objekten. Das einzige, was gelungen ist, sind die Soundeffekte und die Pilotengespräche. Aber schauen wir mal auf's Gameplay.
Der Strategiebildschirm zeigt anfangs nur eins: Verwirrung. Nachdem man halbwegs herausgefunden hat, was was ist, passiert trotzdem gar nichts. Nach ein bis zwei Spielstunden greifen dann endlich die Aliens an. Von da an steigt die Motivation stetig, bis man herausgefunden hat, daß eigentlich immer nur dasselbe geschieht. Bei dem einen dauert's zwei Tage, bei dem anderen `ne Woche, aber irgendwann ist die Luft raus.
Fazit: Ein Haufen Aliens, ein Haufen Saubermänner, ein Universum, das es zu retten gilt und ein paar Anspielungen (u.a. auf Windows 98) reichen nicht aus, um Spieler dauerhaft zu unterhalten, geschweige denn, daß es lohnenswert ist, dafür 70,- bis 80,- Mark auszugeben.
FSK: ab 12 Jahre
Testmuster zur Verfügung gestellt
von GAME WORLD
Computerspiele-Vertriebs GmbH.
Tester: Alexander Rosenke.