Ausgabe 02/2000
Speakers
Corner
Viren-Zeit
- Teil 3
In
der letzten Ausgabe haben wir über Virenwarnungen (von denen wir hier in
der Redaktion scheinbar verschont wurden), “Würmer” und
“Hoax”, berichtet. Da diese beiden Arten nur ein Teil der ganzen
Artenvielfalt sind, werden wir uns nun mit den anderen Familienmitgliedern
dieser Zunft befassen und diese erklären.
Übrigens:
Das Wort
Virus
kommt aus dem Lateinischen, wo es “Gift” oder “Schleim”
bedeutet. Trotz der Endung -
us
ist es tatsächlich ein Neutrum, auch im Deutschen heißt es (lt.
Duden) “
das”
Virus.
Die
folgenden Definitionen der verschiedenen Viren-Gattungen sind natürlich
nur ein ganz grober Überblick. Es wird immer Ausnahmen geben, wo unsere
Leserinnen und Leser andere Informationen haben. So auch zum Beispiel bei der
Einteilung von File- und Boot-Viren. Diese Einteilung wurde schon 1990 mit der
Entdeckung des “Anticad”-Virus und “Tequila”-Virus
durchbrochen. Diese Viren können sich sowohl als File- als auch als
Boot-Viren vermehren. Man nannte diese Virengattung “double action
virus”. Aber auf solche Abarten werden wir hier nicht weiter eingehen.
Dateiviren
Die
Dateiviren (auch
Programm-
oder Fileviren
,
früher auch
Linkviren
genannt) fügen sich in bestehende Programmdateien ein, die bereits
vorhanden sind. Sie benötigen also eine Art Wirt. Das infizierte Programm
wird dann um den Programmcode des Virus erweitert und folglich
größer. Manche dieser Viren haben die Fähigkeit, die
Vergrößerung des Wirtprogrammes zu verschleiern (Stealth-Funktion).
Wird
später das Programm oder die Datei aufgerufen, dann wird vor dem Start des
eigentlichen Programms das Virus aktiviert.
Die
Dateiviren infizieren beliebige Programmdateien. Der Zweck des jeweiligen
(Wirts-)Programms ist dabei unerheblich: Im Prinzip können auch
Antiviren-Programme infiziert werden. Sofern Systemteile wie normale
Programmdateien organisiert sind (z.B. Command.com oder Win.com), können
sie von diesen Viren ebenfalls infiziert werden.
Dateiviren
verbreiten sich also durch den Start externer Programme. Auf welchem Weg diese
Programme dem Benutzer zugänglich werden, etwa über Disketten,
Rechnernetz, Internet oder gemeinsam benutzte Programmbibliotheken in
Mehrbenutzersystemen, ist dabei völlig unerheblich.
Das
Betriebssystem MS-DOS und ähnliche Systeme kennen mehrere Typen von
Programmdateien; entsprechend kann man
Com-,
Exe-, Sys-, WinExe-
und
DLL-Viren
(
Com,
Exe, Sys, New Exe, or DLL, Infectors
)
unterscheiden.
Begleitviren
Begleitviren,
im weiteren Sinne, verbinden sich mit beliebigen Programmdateien, ohne sie zu
verändern. Sie nutzen Mechanismen des Betriebssystems aus, damit das Virus
anstelle des jeweiligen Wirtes gestartet wird; das Virus startet
anschließend das Wirtprogramm direkt, d.h. unter Umgehung des
Mechanismus, der den Start des Virus bewirkt.
Begleit-Viren
verbreiten sich also wie Dateiviren durch den Start fremder Programme.
Begleitviren
im engeren Sinne (
Companion
Viruses
)
nutzen die Suchalgorithmen des Programmiersystems aus, um statt des Wirts das
Virus zu starten. Der Kommandoentschlüssler des Betriebssystems MS-DOS
ergänzt fehlende Pfad-Angaben und fehlende Dateitypen in Bezeichnungen von
Programmdateien. Die üblichen Begleit-Viren erzeugen zu einer Exe-Datei
(Wirt) eine gleichnamige Com-Datei (Virus).
Dateisystem-Viren
(
File
System, or Cluster, Viruses
)
verändern die Verwaltungsinformation des Dateisystems so, dass es das
Virus für den aktuellen Inhalt der infizierten Programmdatei hält. In
der Regel ist auf dem gesamten Datenträger (Diskette oder Partition) nur
eine einzige Kopie des Virus vorhanden, die aber dem Dateisystem als Teil
sämtlicher infizierter Dateien erscheint.
Die
ursprünglichen Wirtprogramme liegen für das Dateisystem
unzugänglich auf dem Datenträger und können vom Virus unter
Umgehung des Dateisystems aktiviert werden. DOS-formatierte Disketten oder
Partitions zeigen also nach Infektion mit so einem Virus zahlreiche
kreuzverbundene Programm-Dateien (Virus) und zahlreiche verlorene Ketten
(ursprüngliche Wirtprogramme). Wird ein infiziertes Programm mit normalen
Systemdiensten kopiert, so geht der ursprüngliche Wirt verloren und die
Kopie enthält nur noch das Virus.
Systemviren
Die
System- oder auch Bootviren befallen anders als die Dateiviren nur einen
Bereich eines PC-Systems. Und zwar den sogenannten Bootsektor bzw.
Master-Boot-Sektor (MBR) also die Partitionstabelle, wobei sie die besonderen
technischen Bedingungen nutzen, die für die betreffenden Teile des
Betriebssystems gelten. Befindet sich in diesem Bereich ein Virus, wird er
schon beim Booten des Rechners in den Speicher geladen. Wird später eine
Diskette eingelegt, wird sofort der Bootbereich der Diskette befallen.
Entgegen
einer verbreiteten Annahme, können Boot-Viren auch auf Disketten hausen,
die gar nicht startfähig sind (d.h. von denen man nicht booten kann). Auch
hier gibt es nämlich ein Programm, und zwar jenes, das die bekannte
Meldung “Keine Systemdiskette...” erzeugt.
In
der Tat ist ein typischer Infektionsweg die beim Abschalten des Rechners in
Laufwerk A: vergessene (verseuchte) Datendiskette. Bei erneutem Einschalten
versucht der Rechner, von dieser sein Betriebssystem zu laden (so dies im BIOS
eingestellt ist), dies kann nicht gelingen, die Fehlermeldung wird gestartet
und bei dieser Gelegenheit auch das Virus aktiviert, das sich via
Arbeitsspeicher auf die Festplatte begibt und von dort weitere Disketten
infizieren kann.
Die
PC-Architektur hat folgende Arten von Systemviren:
Bootsektor-Viren
(
Floppy
Boot Record Viruses
)
infizieren
den Bootsektor von Disketten
.
Wenn beim Einschalten oder Wiederanlaufen des PC eine Diskette im Laufwerk
“A” liegt, wird normalerweise der Inhalt des ersten Sektors dieser
Diskette vom Rechner als Programm interpretiert. Dieses Programm soll den
Systemaufbau einleiten, der Sektor heißt deshalb Bootsektor. Falls der
Bootsektor infiziert ist, wird das Virus als erstes Programm ausgeführt
und infiziert den Rechner, noch bevor das System aufgebaut oder die
Fehlermeldung “
Keine
Systemdiskette
”
ausgegeben wird. Bootsektor-Viren verbreiten sich also über Disketten.
MBR-Viren
(
Master
Boot Record Viruses
)
infizieren
den MBR von Festplatten
.
Wenn beim Einschalten oder Wiederanlaufen des PC keine Diskette in Laufwerk
“A” liegt, wird normalerweise der Inhalt des ersten Sektors der
ersten (oder einzigen) Festplatte vom Rechner als Programm interpretiert.
Dieses Programm soll den Systemaufbau einleiten, der Sektor heißt MBR.
Falls der MBR infiziert ist, wird das Virus ebenfalls als erstes Programm
ausgeführt und bereitet seine weitere Verbreitung vor; in der Regel werden
alle Disketten infiziert, die später an dem infizierten Rechner bearbeitet
werden. MBR-Viren verbreiten sich also als Bootsektor-Viren auch über
Disketten.
OBR-Viren
(Operatingsystem
Boot Record Viruses
)
infizieren
den ersten Sektor der aktiven Partition
der ersten (oder einzigen) Festplatte. Eine Festplatte kann eine oder mehrere
Partitionen enthalten, von denen höchstens eine als “aktiv”
gekennzeichnet ist. Das übliche MBR-Programm interpretiert den ersten
Sektor der aktiven Partition als Programm, dieses Programm soll den
Systemaufbau fortsetzen, es heißt daher
“Betriebssystem-Bootsektor” (OBR -
Operatingsystem
Boot Record
).
Falls der OBR infiziert ist, wird das Virus als erstes Programm ausgeführt
und bereitet seine weitere Verbreitung vor. In der Regel werden alle Disketten
infiziert, die später an dem infizierten Rechner bearbeitet werden.
OBR-Viren verbreiten sich also ebenfalls als Bootsektor-Viren über
Disketten.
Für
das Betriebssystem MS-DOS und ähnliche Systeme gibt es folgende Arten von
Systemviren:
DBR-Viren
(
DOS
Boot Record Viruses
)
sind die OBR-Viren zum DOS, d.h. sie infizieren den DOS-Bootsektor in der
aktiven Partition der Festplatte und verbreiten sich als Bootsektor-Viren
über Disketten. Falls die aktive Partition ein anderes Betriebssystem
(etwa Linux) enthält, wird dessen Bootsektor durch eine DBR-Infektion in
der Regel zerstört. Das System kann dann nicht mehr von der Festplatte
gestartet werden.
Andere
Arten von DOS-Viren infizieren den Kommando-Entschlüssler Command.com oder
eine der beiden verborgenen Systemdateien (
Kernel
Infectors
).
“Stealth-Viren”
Der
Begriff
“Stealth-Viren”
(engl.
stealth = verheimlichen, tarnen
)
ist eigentlich falsch, es sollte besser
Stealth-Funktion
heißen. Hierbei handelt es sich nämlich nicht um eine Viren-Gattung
, sondern lediglich um eine spezielle Funktion der Quälgeister.
Durch
Stealth-Funktion
versuchen Viren, ihre Anwesenheit im System zu verschleiern. Dazu
überwachen sie verschiedene Systemfunktionen, z.B. Zugriffe auf
Programmdateien und das Inhaltsverzeichnis. Wird zum Beipiel mit dem DIR Befehl
durch den Anwender versucht, die Dateigröße herauszufinden oder
besser noch zu vergleichen, dann täuscht die Tarn-Funktion
(Stealth-Funktion)
die
original Dateigröße vor. Obwohl dies nicht stimmt.
Viele
Viren verschlüsseln inzwischen bei einer Infektion das gesamte Virus oder
Teile davon. Dabei verwenden einige Viren bei jeder neuen Infektion neue
Schlüssel zum Ver-/Entschlüsseln. Solche
polymorphen
Viren
verhindern, daß Virenscanner nach einer speziellen, für das Virus
typische Bytefolge suchen können. Ein Beispiel hierfür sind Viren,
die die sogenannte
Mutation-Engine
enthalten, ein Modul, welches polymorphe Viren erzeugt.
Die
ersten Stealth-Viren hatten allerdings noch recht einfache Funktionen. So
beschränkte sich ein spezielles Virus auf eine Version des McAfee
Viren-Scanners, von der es nicht erkannt wurde.
Trojanische
Pferde
Die
Bezeichnung “Trojanisches Pferd” geht auf die griechische Sagenwelt
zurück. Die Griechen bauten nach zehnjähriger Belagerung von Troja
ein Holzpferd und füllten es mit Soldaten. Die Trojaner ließen sich
durch den (scheinbaren) Abzug der griechischen Schiffe täuschen. Sie zogen
das Holzpferd trotz der Warnung Laokoons in die Stadt, um der Göttin
Athene ein Opfer zu bringen. Durch diese List konnten die Griechen Troja
erobern. Auch hier ist die Funktion des Virus die gleiche. Es tarnt sich
geschickt als etwas, was es im Grunde gar nicht ist.
Ein
Trojanisches Pferd ist ein Programm oder Programmteil. Es enthält eine
nicht dokumentierte Routine, die eine unerwartete (evtl. destruktive)
Zusatzfunktion ausführt. Es gibt sich in der Regel als ein nützliches
kleines Programm aus (Editor, Packer etc.) und beginnt im Hintergrund Schaden
anzurichten, während der Anwender denkt, er benutzt ein Tool/Programm.
Besonders beliebt sind hier zum Beispiel auch Bildschirmschoner!
Zu
den typischen Aufgaben Trojanischer Pferde gehört beispielsweise das
(nicht legale) Sammeln von Paßworten. Ein Trojanisches Pferd reproduziert
oder “bewegt” sich nicht. Dadurch ist der Ort der Manipulation auch
der Ausgangspunkt seiner Wirkung. Dies erleichtert (verglichen mit Viren und
Würmern) wesentlich seine Bekämpfung.
Allerdings
gibt es auch agressive Versionen, wie das durch viele E-Mail-Warnungen bekannte
Beispiel PKZ300, das scheinbar eine neue Version des Programms PKZIP/PKUNZIP
ist, aber bei einem Aufruf des Programms die Festplatte formatiert.
Ebenso
wie Würmer werden durch Trojanische Pferde keine anderen Objekte infiziert
.
Würmer
Würmer
sind, im Gegensatz zu Viren, kleine eigenständige Programme, die keine
anderen Dateien oder Programme als “Wirt” brauchen, um sich zu
verbreiten oder zu reproduzieren. Sie infizieren also keine anderen Programme
im eigentlichen Sinn, sondern arbeiten eher wie automatisierte Kettenbriefe.
Der Schaden, den ein Wurm anrichtet, beschränkt sich in der Regel darauf,
sich “einfach” in Netzwerken (dazu zählt auch das Internet) zu
verbreiten und exzessiv von Systemressourcen Gebrauch zu machen. Ein bekanntes
Beispiel ist der
Internetwurm,
der durch den hohen Verbrauch von Arbeitsspeicher Server und Netzwerke
ausfallen ließ.
Logische
Bomben
Bei
logischen Bomben (oder auch
Slow-Virus
genannt)
handelt es sich im Grunde um normale Viren, die nicht sofort, sondern erst
später ihre Schadensfunktion starten.
Bei
dieser besondere Viren-Variante wurd das Virus erst nach der Erfüllung
einer vorgegebenen Bedingung, z.B. zu einem bestimmten Zeitpunkt oder nach
einer besonderen Aktion des Anwenders, aktiv. Bis dahin führt das schon
infizierte Programm die erwarteten Funktionen (scheinbar) korrekt aus - Daten
werden nur minimal verändert.
Bekanntes
Beipiel einer solchen Zeitverzögerung ist der
Michelangelo-Virus,
der jedes Jahr am 6. März, dem Geburtstag des italienischen Bildhauers und
Malers Michelangelo Buonarotti, den Datenträger zerstört . Dazu
werden auf den Festplatten die Sektoren 1-17; Kopf 0-3 auf allen Spuren mit
unsinnigen Werten überschrieben. Bei Disketten zerstört dieses
Computervirus, abhängig vom Format, die Sektoren 1-9 bzw. 1-14.
Der
HARE-Virus
hingegen befällt Bootsektoren. Es ist ein polymorpher Virus. Die
Verlängerung infizierter Dateien ist deshalb unterschiedlich. Das Virus
besitzt eine programmierte Schadfunktion: Am 22. August (2000, ein Dienstag)
und am 22. September (2000, ein Freitag) wird von Hare die Meldung:
“HDEuthanasia” by Demon Emperor: Hare Krsna, hare, hare...
ausgegeben. Das Virus wird im Speicher resident und besitzt
Tarnkappen-Eigenschaften.
Makro-Viren
Makro-Viren
infizieren, im Gegensatz zu Boot- und File-Viren, nicht Boot-Sektoren oder
Dateien, die Programme enthalten, sondern in Word geschriebene Dokumente und
Templates ebenso wie Excel-Dateien. Der Viren-Code wird als Makro in diese
Dateien eingefügt. Als Programmiersprache steht das von Microsoft
entwickelte WordBasic zur Verfügung. Dies ist zugleich auch die
Erklärung dafür, dass es von einigen Makro-Viren eine Vielzahl von
Varianten gibt.
Die
Funktion ist simpel. Durch die Macrosprache soll der Anwender schon beim Aufruf
des Dokumentes durch verschiedene Funktionen geleitet werden. Liegt hier aber
ein Makrovirus versteckt, dann ist dieses durch eben diese “Auto Start
Funktion” aktiviert. Danach verstecken und befallen sie dann
möglichst viele andere Dateien des Office-Paketes.
Destruktive
PC-Anwender können im Gegensatz zu Boot- und File-Viren mit geringen
PC-Grundwissen zumindest Varianten von Makro-Viren herstellen. Internet und die
verstärkte Nutzung von E-Mail trägt zusätzlich zur schnellen
internationalen Verbreitung von Makro-Viren bei.
Die
ersten Makro-Viren tauchten im Spätsommer 1995 auf. Nach einem relativ
langsamen Start wuchs die Zahl der Makro-Viren schnell an. Ein Beispiel: Im
Juli 1997 wurde die Zahl von 1.000 und im Februar 1998 bereits von 2.000
Makro-Viren überschritten. Dies ist eine Verdopplung im Laufe eines halben
Jahres!
Bemerkenswert
ist auch, dass viele Makro-Viren zum Beispiel auf Macintosh PCs
funktionsfähig sind, falls Word oder Excel eingesetzt wird.
JAVA-Viren
Die
Java Viren gibt es tatsächlich schon!
Und
die Gefahr, die von dieser Art Viren ausgeht, ist enorm
.
Erreicht man doch durch die plattformunabhängige Sprache die
Möglichkeit, jedes System zu befallen, egal, welches Betriebssystem
installiert ist.
Das
erste Virus dieser Art war das “
Strange-Brew”.
Dieses hatte aber einige Schwächen in der Programmierung und konnte sich
nicht weit verbreiten. Doch dies zeigt deutlich, welche Gefahr auch hier
schlummert!
Nachdem
Sie nun eine der gefährlichsten Gattungen - das Java-Virus - kennen
gelernt haben, lassen Sie uns noch ein paar relativ ungefährliche
“Krabbeltiere anschauen.
E-Mail
Viren
Die
allseits bekannten und durch Unwissenheit gepuschten Meldungen über Viren,
die einen per E-Mail befallen, sind völlig aus der Luft gegriffen. So
etwas gibt es nicht, dadurch wird eigentlich nur deutlich, dass viele
Anwenderinnen und Anwender dringenden Informationsbedarf zum Thema Viren haben.
Die bekannten Meldungen wie zum Beispiel AOL-Good-Times (aber auch andere)
dienen wohl nur einem Zweck: den dahinterstehenden Provider kostenlos in die
Presse zu bekommen.
Was
es aber gibt, sind die Dateianhänge (attachment), die es in E-Mails ja
nunmal gibt. In diesen können sich sehr wohl Viren oder Macroviren
befinden. Diese können aber erst beim Start oder dem Aufruf der Datei
aktiviert werden - vorher nicht!
Und
solange es noch keine E-Mail Programme gibt, die eine Macrosprache beinhalten,
wird es dies auch nicht geben. Sollte dies jedoch einmal der Fall sein - was
wir alle nicht hoffen wollen - dann wird es echt gefährlich!
Hoax
(Mail-Ente)
Mail-Enten
(englisch: hoax) infizieren ebenso wie Trojaner, Kettenbriefe und Würmer
keine anderen Objekte. Derartige Nachrichten, die in der Regel falsche
Informationen enthalten, verbreiten unter den PC-Anwendern nur Angst und
Schrecken vor möglichen Schäden an Soft- und/oder Hardware, wenn zum
Beispiel E-Mails heruntergeladen werden.
Trotz
vieler aufklärender Informationen halten sich solche Gerüchte zum
Beispiel um “Penpal Greetings” hartnäckig und werden immer
wieder über Internet und Mailsysteme verbreitet.
Kettenbrief
Kettenbriefe
infizieren ebenso wie Trojaner, Kettenbriefe und Würmer keine anderen
Objekte. Sie nutzen entweder vorhandene Mailsysteme und die im PC gespeicherten
E-Mail-Adressen, oder sie motivieren den Empfänger einer solchen
Nachricht, die Information schnell weiterzugeben. In der Regel besitzen sie
keine programmierten Schadfunktionen.
HTML-Viren
Das
Virus ist kein reiner in HTML geschriebener Virus, sondern in Visual Basic
Scripts erstellt. Der Name HTML Virus kommt daher, dass durch den Code
HTML-Dateien infiziert werden. Eine Verbreitung über das Internet ist aber
so gut wie ausgeschlossen! Es sucht und infiziert nur HTML-Dateien auf lokalen
Festplatten.
TIP:
Visual Basic Scripts erst nach einer Bestätigung durch den Benutzer vom
Browser ausführen lassen.
Einfach
ausgedrückt steht nach der Infektion in jeder lokalen HTML-Datei im
Dateikopf ein kurzer Text und Hinweis auf das Virus. Eine weitere Verbreitung
über das Netz ist sehr unwahrscheinlich. Script/HTML Viren stellen also
derzeit keine große Gefahr da.
Sooo,
das sind im großen und ganzen die Gattungen der Viren, die
Jahreszeitunabhängig Ihr Rechnersystem befallen können. In der
nächsten Ausgabe werden wir uns dann mit Dateien beschäftigen, an
denen Viren nicht sonderlich interessiert sind.
Ihr
Jumper